Samstag, 21. Januar 2017



SPANIEN-, PORTUGAL und FRANKREICHREISE 2017


 Hs:Korrektur bis 3.8

Martin Fischbeck und seinem Team habe ich viel zu verdanken.
Er unterstützt die Reparaturwerkstatt vom Helferkreis Asyl (Fahrräder der Flüchtlinge)
und gab mir viele Tipps und Reparaturanleitungen für mein E-Bike.

Spanien, Portugal und Südfrankreich

Frankreich, Schweiz und Deutschland


Freitag, 8. 9. 2017

Nun sind wir wieder zu Hause !
Es ging schneller als gedacht. Von Lindau fuhren wir nach Isny und haben dort einen Tag verbracht, um die alte Heimat von Christiane zu besuchen. Sie konnte Freundinnen aus Kindertagen wieder auffinden.
Von dort gings weiter nach Schlegelsberg. In diesem Ort besuchen wir eine Freundin und bleiben eine Nacht. Am Donnerstag geht es schon weiter in Richtung Landsberg und Heimat. In Kaufering treffen wir  einen Freund aus unserem Wohnort, der uns auf halber Tagesetappe zur  Mittagspause vor einem Bäcker empfängt. Dort stärken wir uns gemeinsam mit Tee und Kuchen. Die Strecke ist etwas hügeliger aber wir kommen mit etwas Rückenwind sehr gut vorwärts.
Insgesamt haben wir nun 6270 km zurückgelegt und sind froh, munter und gesund wieder zu Hause angekommen zu sein.

Das Wahrzeichen von Lindau: Hafen mit Löwe und Leuchtturm

Die hübsche Inselstadt Lindau begrüßt uns (rechts das Rathaus)

Das hügelige grüne Allgäu (an dem Tag ohne Regen!) kommt uns sehr bekannt vor :-)

Fußgängerzone von Isny

Wir haben Glück mit Wind und Wetter! Kalt, aber (für uns) ohne Regenschauer

Schloß Kaltenberg


Montag, 4. 9. 2017

Von Samstag auf Sonntag haben wir in der Schweiz in Stein am Rhein übernachtet und sind am Sonntag über Konstanz , Meersburg und Friedrichshafen nach Lindau geradelt. Der gesamte Radweg von Basel über Waldshut und Stein bis kurz vor Konstanz führt abwechselnd durch die Schweiz und Deutschland. Wir übernachten in Stein am Rhein in der Jugendherberge. Hier sind viele Familien mit Kindern. Das gibt dem Haus eine fröhliche Atmosphäre. Herbert kämpft noch immer mit seiner Erkältung. Wir beschließen von Konstanz aus den Zug nach Hause zu nehmen. Die letzten Kilometer bis Konstanz führt der Radweg am Bodensee entlang. Nachdem wir am Bahnhof in Konstanz die Rückreise recherchiert haben, disponieren  wir um und planen noch weiter zu radeln. Die Sonne scheint nun warm vom Himmel und Herbert findet sich nicht damit ab, die Reise so kurz vor zu Hause abzubrechen. Wir radeln noch zur Fähre und setzen nach Meersburg über. In diesem Ort sind viele Menschen auf den Straßen und genießen den Sonntag, den See, die Sonne und natürlich die Burg und Cafés in der Innenstadt. Wir fahren bis nach Lindau und gehen dort wieder in die Jugendherberge, wo wir heute einen Ruhetag am Bodensee einlegen. 


Rheinfall von Schaffhausen - ein Touristenmagnet in der Schweiz

Ein Panoramabild vom Wasserfall

Gailingen- schön gelegen am Rhein

Wir erreichen Stein am Rhein - eine wunderschöne Stadt ! Das Rathaus teilt die Fußgängerzone

Die Fußgängerzone von Stein am Rhein 

Weiter geht die Reise am Rhein bis zum Bodensee in Konstanz. Sonntagvormittag ist nicht viel Verkehr auf der Straße, deshalb tauschen wir den Rad-Sandweg gerne gegen Asphalt.

Fähre von Konstanz nach Meersburg

In Meersburg geht touristisch am Sonntag richtig die Post ab!

Wir stärken uns im Friedrichshafener Biergarten und radeln nach Lindau weiter. 

Freitag, 1. 9. 2017

Heute war ein Regentag. Wir sind von Basel nach Waldshut-Tiengen geradelt. Der Radweg geht bergauf bergab und führt über Sand- und Kiesstrecken auf deutscher und schweizerischer Seite. Wir sind gut gewappnet mit Regenjacke und Regenhose und vor allem gut befestigten Plastiktüten über den Turnschuhen. Das hält die Füße warm, so dass uns der Regen nichts ausmacht. In Bad Säckingen gibts eine Pause mit Kakao und Johannisbeertorte. Wir wundern uns allerdings, dass wir für die Strecke von Luftlinie 25 km etwa 40 km auf dem Tacho haben. Als wir durch ein Industriegebiet fahren, haben wir das Gefühl, im Kreis geradelt zu sein. Der Weg nach Waldshut- Tiengen führt direkt am Rhein entlang, der sehr viel Wasser hat. Äste schwimmen im Wasser, Bäume am Ufer sind abgeknickt. Alles deutet auf ein schweres Unwetter hin. Wir freuen uns in Waldshut ein trockenes Doppelzimmer beziehen zu können. 

Von Basel gings nach Lörrach, von dort über einen Berg ...

... durch Wälder nach Rheinfelden
Rheinfelden gibts in Deutschland und der Schweiz- wir sind auf dem Weg über den Rhein zurück in die Schweiz, fahren durch die Altstadt und dann auf dem Euroradweg 6 auf Sandpisten

 
Mit dieser Ausrüstung versuchen wir dem Dauerregen zu trotzen

Wir radeln zurück nach Deutschland- Bad Säckingen taucht im Hintergrund auf

Zur Stärkung gibts Kakao und Torte

Laufenburg am Rhein

In der idyllischen Landschaft taucht plötzlich in der Schweiz das Kernkraftwerk Leibstadt auf


Donnerstag, 31. 8. 2017

Nun sind wir in Basel bei Freunden und bleiben einen Tag hier.
Gestern war es noch einmal richtig heiß. Wir haben auf dem großen parkähnlichen Campingplatz in Mulhouse (Mülhausen) übernachtet. Das Radfahren nach Mulhouse verläuft am Fluss La Bourbeuse bzw. Kanal Rhone-Rhein entlang und verschont uns erneut von größeren Steigungen. Einzelne Rennradfahrer überholen. Ca. 20 km vor Mulhouse sehen wir den, der kurz zuvor an uns vorbeigehuscht ist, im Gras am Boden liegen. Drei Leute versuchen ihm zu helfen. Ein Tier, das wir als große Bisamratte oder Biber interpretiert hätten, aber laut Auskunft eines Elsässers ein kleines Wasserschwein (Capybara) gewesen ist, hat den Radweg gekreuzt. Er konnte nicht mehr bremsen, hat es überfahren und ist gestürzt. Gottseidank ist nichts Schlimmes passiert (obwohl er keinen Helm trug!), er kann sich von dem Sturz wieder erholen und fährt bald darauf erneut an uns vorbei. Angeblich wurden diese Tiere aus Südamerika wegen ihres Fells nach Frankreich eingeschleppt und haben sich hier weit verbreitet. 
Wir radeln Mittwochvormittag nach Mulhouse, statten der Stadt einen Kurzbesuch ab und radeln von dort aus weiter in Richtung Basel bis wir über den Rhone-Rhein Kanal an den Rhein kommen. Von dort geht es auf französischer Seite am Rhein-Kanal entlang. Wir beschließen nach Weil am Rhein in Deutschland abzubiegen und fahren über eine Brücke.
Sind wir jetzt in Deutschland oder noch in Frankreich ?
Kein Schild, keine Fahne, auch keine Blasmusik zum Empfang.... die Schilder sind nun allerdings in deutscher Sprache und wir schließen daraufhin haarscharf, dass wir uns nun wieder in Deutschland befinden. Das nächste Café ist unsers: Es gibt nun endlich den Eiskaffee, den in Frankreich niemand kennt.

Es herbstelt schon sehr am Kanal (siehe Kastanienblätter)
Die Temperatur beträgt über 30 Grad !

Montbéliard zeigt sich von seiner schönsten Seite

Der Fluß Bourbeuse weitet sich und wird zum Tierparadies

Die Beschilderung auf dem Euro Velo 6 Radweg ist optimal

 Wir nähern uns Deutschland. Viele Schilder (rechtes Foto) bitten im Elsassgebiet um langsames Fahren. Direkt von der französischen Sprache übersetzt heißt es "langsam rollen sie"

Es ist spät. Die Schatten werden länger- jeder rast auf dem Kanalradweg vorbei an zig Schleusen. 
20 km vor Mulhouse gibt es einen Höhenunterschied von mindestens 100 Hm abzubauen. Für Kanalbauer war diese Schleusentreppe sicherlich eine Herausforderung, für Radler gen Osten ein Vergnügen und für Wasserschweine und Rennradler ein hohes Risiko sich zu begegnen mit ungleicher Geschwindigkeit!


Wir haben unser Tagesziel erreicht: 
Campingplatz de I´Ill bietet einen großflächigen schönen parkähnlichen Schlafplatz

Rathaus von Mulhouse

Der Marktplatz von Mulhouse

Diesen Elektrobus haben wir schon vorher in Toulouse? gesehen

Die Kathedrale von Mulhouse und die mobile Touristeninformation

Fußgängerzone von Mulhouse (für Radfahrer erlaubt) 

Es geht weiter nach Basel - wir haben den letzten heißen Tag im August zufassen.
Gabriele hat sich einige Tage vorher eine Erkältung eingefangen und ich habe Ohrenschmerzen.

Wir genießen es OHNE Navi und gut geführt im flachen Gelände unterwegs zu sein!
Interessant ist der Knotenpunkt Elsaß für internationale Radwege:
Radweg 15 führt von Rotterdam nach Andermatt (Schweiz)
Radweg 5 verläuft von London nach Brindisi (Italien) und "unser" 
Radweg 6 führt von Saint Nazaire (franz.Atlantik) nach Konstanza (Schwarzes Meer/ Rumänien)

Wir nähern uns Deutschland - prompt beginnt wieder der Sandweg am Kanal Huningue!

Am Seitenkanal des Rheins nahe Kembs, ein Wasserkraftwerk haben wir passiert

Was für ein Gefühl! Deutsche Sprache nahe von Weil am Rhein


Dienstag, 29. 8. 2017

Wir entschuldigen uns bei allen treuen Lesern für fast eine Woche Radfahren ohne eure Beteiligung.
Wir radeln nun auf dem EuroVelo 6, der vom Atlantik über Wien und Budapest bis zum Schwarzen Meer führt, werden aber rechtzeitig nach FFB abbiegen.
In Taizé haben wir zwei Tage verbracht. Es war ein schwerer Abschied von der Gesprächsgruppe. Es waren Leute aus Irland, Schweden, Niederlande, Frankreich und Deutschland dabei. Eine Französin sprach sehr gut englisch und konnte gut für die anderen übersetzen. Außerdem gab es Workshops zu verschiedener politischen oder kirchlichen Themen. 
Zunächst gings auf dem "grünen Weg"nach Chalon-sur-Saône, von wo wir über den EV6 weiter an dem Fluß Saône entlang zu einem Campingplatz nach Seurre fahren. Nun folgen wir den Weg bis nach Dole, wo wir auf den Fluß Doubs stoßen. Es geht zum Teil an der Doubs und am Kanal entlang bis zu einem Badesee bei St. Vit. Leider ohne Internet. Hier zelteten mehrere Familien mit Kindern, die mit dem Fahrrad unterwegs sind.
Am Sonntag erreichten wir Besançon und schauen uns die Altstadt an. Am Abend kommen wir nach Clerval, wo wir einen Ruhetag einlegen.
Da der Radweg immer in Flußnähe verläuft gibt es kaum Steigungen. Die Strecke ist schattig und abwechslungsreich. Links und rechts erheben sich hohe Berge, die wir entlang des Flusses schön von unten betrachten können und nicht wie in Spanien überqueren müssen.

Andacht mit 2000 Jugendlichen in Taizé

Der grüne Weg von Taizé nach Chalon hatte noch die Wasserfülleinrichtung für Dampfloks und viele Bahnhöfe zu bieten

Der "grüne Weg" feiert sein 20 jähriges Bestehen als Radweg

Viele ehemalige Frachtschiffe, jetzige Hausboote, sind hübsch dekoriert mit Blumenschmuck



In der französischen Jura laden Felsen zum Klettern ein

Ausflugsboote und Radfahrer begrüßen sich- hier mit Tunnel für den Kanal


Der Doubs schlängelt sich durch gebirgige Landschaft

Auf einer kleinen Sandbank hält ein Reiher Ausschau nach Futter

Wir haben die Altstadt von Besançon erreicht- ein Café am Marktplatz erfrischt uns mit Eiskaffee

Kilometerlange geteerte (und flache!) Wege sind ein Vergnügen für Radler

Die Jugend erfrischt sich trotz Badeverbot

Wir haben den kleinen Campingplatz in Clerval erreicht und legen einen Ruhetag ein


Mittwoch, 23. 8. 2017

Gestern waren wir von Lyon an Mâcon vorbei geradelt und haben über einen sogenannten grünen Weg (ehemalige Bahnstrecke, die zu einem komfortablen Radweg umgebaut wurde) die interessante Kleinstadt Cluny besucht. Nach einer Nachmittagspause in diesem Ort, gekoppelt mit einer kleinen Mahlzeit und Kurzbesichtung, setzten wir unsere Tour auf der ehemaligen Bahnstrecke fort.


Nun sind wir in Taizé. In Taizé gibt es eine überkonfessionelle Kommunität. Die Mönche bieten hier Übernachtungsplätze in Sammellagern und auf dem Zeltplatz an für Jugendliche oder andere, die ein paar Tage im Kloster verbringen wollen´. Zur Zeit ist eine spezielle Woche für junge Leute bis 35 Jahre. Es sind etwa 2000 Leute da. Wir zelten auf dem Campingplatz und fahren mit dem Rad hin, um die Gebete und das Programm mitzumachen. Es gibt 3 Andachten pro Tag mit den für Taizé typischen Gesängen und Workshops zu verschiedenen Themen. Christiane hat sich heute für die Stiftung Aydan entschieden. Zwei junge muslimische Libanesen stellen ihre Arbeit vor unter dem Thema: Muslime und Christen, die sich im Libanon für einen Dialog zwischen den Menschen einsetzen. Das wird nicht als Referat sondern unter Beteiligung der anwesenden Jugendlichen erklärt. Es sind Jugendliche aus allen Ländern da: Spanien, Ägypten, Deutschland, Italien, Niederlande usw. Sie arbeiten auch in der Küche mit, so dass das Essen für die vielen Leute reibungslos abläuft. Wir haben den Eindruck, dass die Kommunität nun mehr Mönche umfasst, als vor ca. 20 Jahren als wir zum letzten Mal da waren.Das Radfahren hierher, zum Teil an dem Fluß Saône entlang, war überwiegend flach. Auf dem grünen (Rad)Weg haben wir sogar einen ca 1 km langen ehemaligen Eisenbahntunnel passiert ( 30 Grad Aussentemperatur mit Temperatursturz auf 11 Grad Tunneltemperatur). Von Zeltnachbarn, die aus Landsberg stammen und von Basel hergeradelt sind, haben wir gute Tipps für die Weiterfahrt bekommen. Wir werden übermorgen nach ca 40 km auf dem Radweg "grüner Weg" nach Chalon-sur -Saône kommen und dort wieder auf die Saône stoßen. Ab Verdun-sur-le-Doubs fließt die Saône dann nach Norden - wir folgen dem Fluß Doubs nach Nordosten in Richtung Besançon.


Die schöne Altstadt von Lyon (mit Blick auf die Saône)

Kinder spielen an Wasserfontänen, die wie Dampf aus dem Boden sprühen

Wir verlassen Lyon-  zunächst radeln wir am Fluß Saône entlang, kurz vor Mâcon biegen wir ab und nehmen den "grünen Radweg" bis Taizé. Dieser Weg führt auch durch einen längeren Tunnel

Wir erreichen die sehr touristische Kleinstadt Cluny, bekannt durch die mittelalterliche Benediktinerabtei 

Von Cluny, wo wir eine ausführliche Pause einlegen, sind es nur noch 11 km bis zu unserem Campingplatz bei Taizé

Der Radweg auf dem ehemaligen Bahngleis ist insgesamt über 60km lang

Unser Zeltplatz in Cormatin

Die Kommunität in Taizé - hier verbringen wir 2 Tage

Sonntag, 20. 8. 2017

Nun sind wir in Lyon eingetroffen.
Gestern sind wir bis zu einem Campingplatz ca. 9 km vor Vienne gefahren und haben dort übernachtet. Neben uns zeltete eine 5köpfige Familie aus Schongau, die den Rhoneradweg Richtung Süden entlangfahren.
Der Samstag stand im Zeichen der Competition :-)
Zum ersten Mal treffen wir jemanden, der den Rhoneradweg nach Norden fährt. Ein junger Franzose kauft wie Gabriele im Discounter ein. Christiane schaut mal, was er für die Fahrt mitnimmt. Er entscheidet sich neben etwas Essen für 3 mal 1,5 Liter Wasser. Er fährt nach Lille, das in Nordfrankreich liegt. 
Wir radeln weiter. Da überholt uns doch glatt jemand mit Tourenfahrrad. Das kann Christiane nicht auf sich sitzen lassen. Sie gibt Gas und versucht ihn einzuholen. Es wird ein hartes Rennen, aber Christiane schafft es und kann sich in den Windschatten des Konkurrenten hängen. Erst als die Sandpiste anfängt müssen wir abreißen lassen. Der Spaß ist groß.
Der Radweg führt an die Rhone heran. Wir sehen von Weitem den langen Frachter "Gerda"der in Richtung Lyon schippert. Mal sehen, ob wir Gerda einholen können. Mit einiger Ausdauer klappt das auch. Der Radweg macht eine Schleife und wir müssen eine langsam ansteigende Rampe hochfahren.  Hier treffen wir unseren Kollegen vom Discounter, der sein Rad hochschiebt. Christiane meint im Vorbeifahren, dass 3 Wasserflaschen im Gepäck wohl doch etwas zu viel Gewicht sind. 
Er sagt zu Helmut: "Je suis un peu fatigué" (ich bin ein bißchen müde) Helmut hält sich verbal zurück, weil es ihm ohne Batterie sicherlich ähnlich erginge.
Aber nun: Auf der Rhone sehen wir "Gerda"! Da hat uns Gerda doch glatt von rechts überholt. Nun wird noch mal in die Pedale getreten. Es gibt ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen, aber zum Schluss sind wir die Schnelleren und lassen Gerda weit hinter uns.
Der Campingplatz liegt direkt am Fluss nahe dem Naturschutzgebiet. Er ist überwiegend für Dauercamper eingerichtet und für Zelter. Wohnmobile haben keinen Zutritt. 
Der Zeltplatz ist schön, weil er Tische und Bänke bietet.
Der Sonntag als Ruhetag wird mit  einer gemütlichen 45 km-Fahrt nach Lyon verbracht. Unterwegs fahren wir an einem Freibad vorbei, in dem wir schön schwimmen können.


manchmal gehts auf dem Rhoneradweg zu wie auf der Autobahn :-)
Christiane hat ihren Spaß mit dem Vordermann 

Sandpisten vermeiden wir, aber dieses Mal wollten wir den schnellen Franzosen einfangen

Diese schöne Brücke ist eigentlich für Fußgänger und Fahrräder gedacht - am Brückenanfang war das Loch in der Schranke so klein, dass wir mit den Gepäcktaschen nicht durchkamen. Drei niederländische Touristen trugen unsere Räder netterweise über die Barriere.

Campingplatz bei Vienne -
mit diesem Zeltplatz waren wir sehr zufrieden: Strom, Internet, Rasenstellplatz und Sitzgelegenheit

Die tägliche Dusche kommt Gott sei Dank nicht vom Himmel

Vienne erwartet uns : Christiane gönnt sich ein Besuch im Freibad

Freitag, 18. 8. 2017

Heute war wieder ein heißer Tag. Wir haben nochmals den Rhoneradweg genommen, heute aber eine kürzere Etappe eingelegt (70 km) und uns in Valence in ein kleines Hotel am Bahnhof einquartiert (Gewitterregen kündigt sich an). Der Radweg ist gut beschildert und neu geteert. Er wird von einigen Radtouristen, Ausflüglern und Rennradfahrern genutzt. Wir queren eine schmale Hängebrücke, die nur für Radfahrer und Fußgänger bestimmt ist. Auf der Westseite wird des Rhonetal von einer Bergkette mit Felsen und Festungen gesäumt. Auf der Ostseite ist in der Ferne vage eine gewaltige Gebirgslandschaft zu sehen. 
Momentan freuen wir uns aber noch über den flachen und komfortablen Radweg.
Morgen geht es weiter nach Lyon.

Weinfelder, Weinfelder, Weinfelder ... wer soll nur soviel Wein trinken?

Die Sonne kennt kein Erbarmen - 36 Grad wurden angekündigt

Die alte Brücke von Rochemaure - ein Büchlein über dieses Baudenkmal hat den Titel 
"himalayische Renaissance"

die heutigen Kunstwerke - dieses Bild habe ich "David gegen Goliath" getauft
(Doppelklick aufs Foto zeigt ein Windrad zwischen den Kühltürmen)


Donnerstag, 17. 8. 2017

Wir sind in Chateauneuf-du-Rhone auf dem Campingplatz angekommen.Heute war wieder ein schöner Radltag. Das Wetter ist sonnig und sehr warm. Wir können den Radweg entlang der Rhone verfolgen. Herbert führt uns allerdings erst mal auf die Schnellstrasse für Autos. Wir sind uns nicht ganz einig, ob das blaue Schild, das ein Auto In der Mitte abbildet, bedeutet, dass auf der 4-spurigen Straße nur Autos fahren dürfen. Wir probieren mal und radeln auf dem komfortablen Seitenstreifen. Bei der nächsten Ausfahrt verlassen wir diese Straße aber doch lieber und steuern den Rhoneradweg an. Er ist flach und führt meistens durch den Wald. Viele Radtourer kommen uns entgegen. Sie fahren alle in Richtung Mittelmeer. Wir radeln anscheinend wieder gegen den Strom. Wir kommen durch eine Engstelle an der sich die Rhone zwischen den hohen Bergen durchzwängt. Gut für uns, dass wir ihrer Route folgen können und die Berge links und rechts liegen lassen. Auf unserem Campingplatz zeltet noch eine 4-köpfige Familie aus Franken mit zwei Zelten, die einen kleinen Anhänger an ihrem Fahrrad haben. Sie wollen auch zum Mittelmeer. 


erntereif sind viele Sonnenblumenfelder am Wegesrand

Lavendel gibt es in dieser Gegend sehr oft

Schattige Waldpassagen sind herzlich willkommen

Es gibt nichts Schöneres als eine Dusche bei 35 Grad

 Dörfer, direkt an der Rhone gelegen, gibt es selten

Der Rhoneradweg kreuzt häufig die Fluß und führt über wunderschöne Brücken


Unser Campingplatz der Tagesetappe ist erreicht- sehr preiswert und ohne Internet

Mittwoch, 16. August 2017

Gestern Abend sind wir in Avignon angekommen- nach 118 km Radfahren. Heute bleiben wir hier und besuchen die Stadt.
Am Dienstag haben wir einen Ausflug an den Rhonekanal gemacht mit Abstecher zum Mittelmeer. Wir waren überrascht, wie sauber das Wasser nahe Vic La Gardiole ist- zwar recht kühl aber sehr klar. Am Nachmittag wird auf unserem Campingplatz auf dem Bauernhof unter großem Hallo ein Bouletournier ausgetragen. Die Siegermannschaft erhält eine Weinkiste mit Biomuscat, der auf der Ferme produziert wird. Anschließend gibt es für alle eine Weinprobe mit Wein, Saft und Weintrauben vom Hof.
Alle sind dazu eingeladen und stehen zusammen.

Für das Abendessen hatte Christiane frischen Fisch gekauft und kocht erst mal den Reis auf dem kleinen Campinggaskocher. Als das Wasser langsam heiß wird, stellt sich heraus, dass die Gaskartusche leer ist. Eine Ersatzkartusche haben wir diesmal nicht besorgt.
Christiane fährt noch mal los, um irgendwo Gas zu kriegen- ohne Erfolg.
Netterweise stellt die französische Nachbarsfamilie ihren Gaskocher zur Verfügung, so dass der Reis noch fertig gekocht und die Fische doch noch gebraten werden können. 
Wir sprechen englisch und französisch im Wechsel. Auch die beiden Kinder (6 und  3 Jahre) können schon ein bisschen Englisch mitreden: "What´s your name ?"
Wir verabschieden uns am nächsten Tag mit einer Wein- und Saftflasche, wo auch der Kleine uns schon mit "good bye" antwortet.
Die Radtour ist überwiegend flach. Am frühen Nachmittag beschließen wir bis nach Avignon durchzufahren und buchen über booking.com eine günstige Unterkunft im Appartement, wo wir selber kochen können. Das Radfahren geht gut, wenn auch in großer Hitze. Kilometerweit finden wir keine Bar oder Café, um etwas Kaltes trinken zu können. An einem Obststand fragen wir nach. Die asiatisch aussehende Verkäuferin geht extra nach Hause, um Wasser für uns zu holen. Wir kaufen noch etwas Obst und sind sehr dankbar für ihre Hilfe.
Abends um 20:00 Uhr beziehen wir nach dem Hitzetag unser Zimmer in der Altstadt von Avignon.
Heute machen wir noch einmal Pause. Wir sind nun insgesamt etwa 5.000 km gefahren und haben von Burgos aus schon fast die Hälfte der Strecke bis zu unserem Heimatort zurückgelegt.

Die Reise geht weiter durch die Weinfelder zwischen Frontignan und Montpellier

Gegen 19:30 Uhr erreichen wir müde Avignon - diese Etappe hat mit 118km geschlaucht.

So schön kann die Rhone sein! Kleine Stärkung am Flussufer und weiter gehts nach Avignon


Montag, 14. August 2017

Nun gönnen wir uns heute schon wieder einen Ruhetag mit Strand und Meer. Wir sind gestern in Vic La Gardiole gelandet auf dem Camping à la Ferme. Hier ist das Mittelmeer absolut klar, sauber und ohne Brandung. Ideal für ein Abschiedsschwimmen im herrlichen Mediterranée.

Die Radtour am Sonntag war bestimmt von dem schönen Sonnenwetter und allgemeinem Urlaubsdrang der Franzosen. Auch in Frankreich ist der 15. 8. ein Feiertag, der zum Kurzurlaub mit Brückentag einlädt. Schon die Durchfahrt durch den kleinen Ort Gruissan gestaltet sich abenteuerlich. Die Autos können nur Schritt fahren, so dass wir versuchen mit den Fahrrädern rechts bzw. auf dem Radweg vorbeizukommen. Alle Straßenränder sind zugeparkt. Jeder will zum Strand.
Dennoch finden sich verkehrsarme Wege und Straßen, die wir nutzen können.  In Agde ist noch mal die Hölle los. Überall versuchen Erlebnisparks die Besucher anzulocken. Es wird für eine Autoshow geworben, auch die Stiere werden irgendwie in ein Wasserevent eingebunden. Wir fahren durch Sète, das ebenfalls am Mittelmeer liegt und weiter nach Frontignan, wo sich Christiane an frühere Urlaube erinnert. Hier gibt es mehrere Campingplätze, aber alle sind voll belegt. 
Inzwischen hat die Batterie von Helmuts Navi den Geist aufgegeben, aber die Orientierung ist kein Problem. Rechts ist das Meer und wir halten uns links davon. 
Nun wird's aber doch noch etwas eng mit der Unterkunftssuche. In Vic La Gardiole wird auf den Camping à la Ferme hingewiesen, der ca. 3 km vom Meer entfernt liegt. Auch dort hängt das Schild "Complet" aus, aber wir können noch einen schönen Zeltplatz bekommen mit Stromanschluss. Hier ist alles etwas einfacher, aber sehr familiär. Es gibt kaum Wohnmobile, dafür viele Familienzelte und überall sind Kinder.
Wir gönnen uns eine Flasche Muscat, die hier auf der Ferme (Bauernhof) hergestellt wird und kochen auf dem Gaskocher der Nachbarn die zweite Hälfte des Blumenkohls mit Zwiebeln, Tomaten und Knoblauch.

Auf dem Weg nach Sête testen wir erneut den Weg am Midi Kanal- leider sind die asphaltierten Strecken nur kurz 

Bouleturnier auf dem Campingplatz ...

... mit anschließendem Fest für alle Campinggäste

Waschtag auf dem Campingplatz

Der Rhone-Sête Kanal mit typischen Häusern aus dieser Gegend



20km langer Radweg auf der Landzunge nach Sête


Hafen von Sête




Samstag, 12. August 2017

Gestern haben wir es noch bis Narbonne geschafft und legen heute einen Ruhetag am Meer und im angrenzenden Naturschutzgebiet ein.
Wir konnten mit starkem Rückenwind dem Regen davonradeln. Hier ist noch Wind aber strahlender Sonnenschein.
Carcassonne ist natürlich ein Muss. Daran können wir nicht einfach vorbeifahren. Es ist die besterhaltendste Burganlage in Europa und Weltkulturerbe. Das Ganze ist praktisch eine kleine Stadt mit doppelter Stadtmauer und Burg. Es sind viele Touristen da. Helmut erinnert sich an seine lange vergangene Pfadfinderzeit, wo er 1965 auch schon mal hier war. Wir passieren das Stadttor und steuern erst mal auf das nächstgelegene Café zu, wo es Schokoladenkuchen gibt, um die unterwegs verlorenen Kalorien wieder gut aufzufüllen.  
Nach einem kleinen Rundgang fahren wir weiter und mit Raketenantrieb durch den Rückenwind lassen wir uns durch traumhafte Landschaften bis zum Mittelmeer schieben. Nach einigem Suchen finden wir einen kleinen Campingplatz, wo das Zelt mal wieder zum Einsatz kommt. Es muss ja auch mal ausgelüftet werden :-)
Wir kauderwelschen mit einer Mischung aus Englisch und Französisch mit den Nachbarn. 
Heute gehts zuerst zum Schwimmen ans Meer. 

Wir erreichen Carcassonne

Hier geht es zu wie auf dem Jahrmarkt.

Kein Wunder, diese Burg ist Weltkulturerbe

Kaum vergehen 50 Jahre und Helmut ist wieder an diesem schönen Ort !

Die Reise geht weiter - wir gelangen am Abend die Kleinstadt Gruissan 

Der Zeltplatz Barberousse begrüßt uns mit einem akzeptablen Preis ! Hotels oder Apartments sind in dieser touristischen Ecke nicht zu bekommen.

Christiane durchpflügt den See, der als Hafen für Yachten genutzt wird

Helmut nahm den Gummischwan und durchschwamm das Mittelmeer
Wie ihr seht, ist man zur Ferienzeit der Franzosen nicht mehr allein am Strand!

Nachmittagsprogramm war der Spaziergang zur Burg (Château de Gruissan)


Donnerstag, 10. August 2017

Wir sind nun in Castelnaudary.
Der Weg führte über Toulouse, wo wir eine Besichtigungstour durch die Innenstadt einlegen. Toulouse hat eine belebte Fußgängerzone, ein ehrwürdiges Rathaus und eine imposante Kathedrale.
Durch die Stadt fließt die Garrone (die im Atlantik mündet).
Weiter geht es dann am Kanal (canal du midi), der von hier aus bis zum Mittelmeer fließt. Es gibt einen Radweg am Wasser entlang, der auch von mehreren Radtouristen genutzt wird, denen wir begegnen. 
Der Kanal führt von Toulouse bis Castelnaudary leicht bergauf (100 hm), daher gibt es alle paar Kilometer Schleusen, in denen die Boote/Schiffe auf die richtige Höhe gebracht werden. Eine Schifffahrt in diesem Gewässer muss Stunden, um nicht zu sagen Tage dauern. Wir sind froh, dass wir mit dem Fahrrad unterwegs sind.
Interessanterweise wird in dieser Gegend u.a. Hirse angebaut, die eigentlich in Asien beheimatet ist. Anscheinend wächst dieses Getreide in Europa auch ganz gut. Bei Gelegenheit werden wir mal Hirsebrei kochen :-)
Am Straßenrand begegnet uns eine Bisamratte, die mit Genuss Schilfgräser frisst und mehrere Junge dabei hat. Wir fahren schnell weiter, weil wir vor dem Tier doch etwas Respekt haben.
Morgen geht es weiter über Carcassonne in Richtung Mittelmeer gen Südosten, in Frankreich "le Midi" genannt.

Pont Neuf, älteste Brücke in Toulouse

Jardin public du gran rond-Blumenmeer im Herzen von Toulouse

Kapitol: Rathaus und Theater

Saint Sernin ist das Wahrzeichen von Toulouse

Am Ufer der Garonne

300 km langer Radweg am Kanal Midi


Mittwoch, 9. August 2017

Heute hatten wir einen guten Radtag: die Strecke ging tendenziell bergab und dann gabs auch noch Rückenwind. Nur das Wetter war nicht ganz trocken. Wir konnten die Regenwolken immer auf Distanz halten, aber bei der Vesperpause am Nachmittag holten sie uns ein. Dann wurden wir doch noch etwas nass, wenn auch nicht ganz so nass wie die Leichtathleten in London.
Insgesamt haben wir heute 116 km auf dem Tacho bei einem Schnitt von 20 km pro Stunde. Wir sind also zeitig genug im angepeilten Appartement angekommen, haben wieder mal gut eingekauft und müssen morgen zum Frühstück viel essen, um nicht so viel Gewicht mitzuschleppen.
Der Navi hat uns über viele kleine Straßen geführt, die auf der Karte kaum zu ersehen sind. Es ging 940  hm bergab und 600 hm bergauf. Rückenwind kannten wir schon lange nicht mehr, der hat uns heute richtig Spaß gemacht.
Morgen besuchen wir Toulouse und fahren dann in Richtung Carcassonne weiter.

Christiane konzentriert sich auf die Bergpassage - Helmut genießt die Landschaft

Hier haben die Kühe ein schönes Leben- 3 Monate in Spanien haben wir nicht so viele Rinder gesehen wie in 1 Woche im Süden Frankreichs

Cooler Typ im Regen

Dienstag, 8. August 2017

Gestern sind wir im Hotel Bellevue in Capvern angekommen.
Wir blieben ab Pau auf der Bundesstraße und kommen gut vorwärts. In Tarbes machen wir Pause vor einem Eiscafé. Die Bestellung "Eiskaffee" funktionierte fast perfekt. Der Kellner brachte Kaffee und im Extraglas Eiswürfel. In der französischen Sprache gibt es auch nur ein Wort fürs Eis - anders ist es in Spanien. Dort sagt man "hielo" zum Eisblock/würfel und "helado" zum Speiseeis.  Die Schwimmnudel, die Helmut quer aufs Fahrrad gebunden hat, hält die Autos auf gebührenden Abstand. Rechts haben wir immer wieder den Ausblick auf die hohen Berggipfel der Pyrenäen. Zuletzt gibt es noch einen längeren Anstieg zu bewältigen bevor wir in den Ort Capvern hinunter und zum Hotel wieder hinauffahren, das wir vorgebucht haben.
Das Hotel ist voll im Stil der 50er Jahre eingerichtet. Überhaupt macht der Ort den Eindruck traditionsreicher Thermalbadkultur.
Als die Hotelmanagerin die Fensterläden und die Fenster öffnet sind wir überwältigt !
Die Sicht reicht über das Nachbardorf mit seiner Kirche, die Burg bis zu den Pyrenäen. Wahrhaftig eine Bellevue.
Heute wollen wir das Dorf erkunden und das versprochene Thermalbad besuchen.

Eiskaffee - zunächst kam Kaffee mit Würfeleis, dann in einer 2. Bestellung das gewünschte Speiseeis

Der Marktplatz von Tarbes

Es gibt in Tarbes viele Kleinbusse mit 100% Elektroantrieb- mein neues Wohnmobil?

Die Reise geht weiter durch die Innenstadt von Tarbes

Das Rathaus von Tarbes

Wir kämpfen uns die letzten 10km hoch in den Ort Capvern (hier die Eisenbahnbrücke)

... bis wir den Kurort erreichen mit unserer Unterkunft

Hotel Bellevue- ein Kurhotel der 50er Jahre im gepflegten Zustand


Mit Doppelklick aufs Panoramafoto könnt ihr die volle Schönheit der Natur bewundern
(Blick aus unserem Hotelfenster)


Sonntagabend, 6. August 2017

nun sind wir in Pau eingetrudelt.
Eingetrudelt passt heute wirklich. Christiane sagt, sie fährt keinen Meter mehr. Helmut will noch die Stadt besuchen. Die Batterie hat er schon wieder etwas aufgeladen.
Da wir parallel zu den Pyrenäen radeln und der Navi den kürzesten Weg sucht, queren wir viele Flüsse, die von den Bergen herunterfließen, für das Radfahren heißt das: Ins Flusstal runter und danach wieder hoch, also rauf runter, rauf runter, rauf runter ....
Künftig versuchen wir die Route besser mit den Flüssen zu koordinieren, dadurch fahren wir zwar mehr Kilometer aber weniger Höhenmeter. In Capvern, unser Reiseziel für Montag, werden wir in der Nähe des Thermalbads übernachten und einen gemütlichen Ruhetag einlegen.

Die Fahrt geht weiter - eine wunderschöne Landschaft begrüßt uns

Navarrenx mit der schönen Stadtmauer lädt zu einer kleinen Mittagspause ein.        

Eine Landschaft fast wie im Allgäu (inklusive der Steigungen)

Altstadt von Pau mit vielen Restaurants

Das Schloß von Pau im Abendlicht


Sonntag, 6. August 2017


Bonjour la France !
Den Pass hinein in die Pyrenäen entlang dem Fluß Arga und von Spanien nach Frankreich haben wir problemlos bewältigt- trotz Nebel und Regen. Die Pyrenäen werden ihrem Ruf gerecht: Da regnet´s immer. Es ist aber noch relativ warm. Wir ziehen die Regenjacken an, dann wieder aus, dann wieder an. 
Wir kommen in St. Jean-Pied-de-Port an. Das ist der Startpunkt des Camino de Santiago und entsprechend bevölkert sind die schmalen kopfsteingepflasterten Gassen. 
Wir befinden uns - wie schon in Spanien- im Baskenland. Die Orte sind doppelt beschriftet. Auch alle  Hinweise werden zweisprachig gedruckt: spanisch bzw französisch und baskisch. Die baskische 
Sprache zeichnet sich durch viele Xe aus. Nach einer kurzen Pause im Café radeln wir im Regen weiter und landen in einem kleinen Hotel in Larceveau-Arros-Cibits.
Das heutige Ziel ist Pau !

Eine kleine Kostprobe der baskischen Sprache - auf dem Pass kurz vor der Grenze 

... und wie wir sehen, sehen wir nichts ! 

Die französische Grenze ist erreicht! Von der Grenze (Frankreich Schild) ist nichts zu erkennen :-)

Brotzeit in einem kleinen Ort auf französischer Seite

St Jean Pied de Port ist erreicht! 
Wir haben aufgerüstet mit einer Schwimmnudel als Abstandshalter und einer neuen Karte

Der Ausgangspunkt vieler Pilger ist auch ein Magnet für viele Touristen - trotz Regen!


Freitag, 4. August 2017          Wir sind über 4000 km in Spanien + Portugal geradelt

Heute haben wir einen Ruhetag eingelegt, um Kräfte zu sammeln für die morgige Pyrenäenüberquerung. Wir machen einen Ausflug zum Stausee, in dem die Arge aufgestaut wird als Trinkwasserreservoir für die ganze Gegend inc. Pamplona. Bikini und Badehose kommen dann doch nicht zum Zug, weil wir uns nicht über das Schwimmverbot hinwegsetzen wollen. In Eugi besuchen wir ein Restaurant mit Seeblick und radeln dann wieder zurück nach Zubiri, um dort noch mal das Freibad aufzusuchen. Heute haben wir das Schwimmbecken fast für uns allein.
In Zubiri beginnt heute die Festwoche mit Musik und allgemeinem Grillen am Flussufer.

Blick auf den Stausee von der Terrasse des Restaurants in Eugi


Donnerstag, 3. August 2017

Heute sind wir in Zubiri angekommen.
Gestern haben wir uns Logroño angeschaut und ca 60 km von Navarrete bis Irache geradelt. Dort übernachteten wir auf dem Campingplatz. Es war sehr heiß und Gabriele war platt, so dass wir die Etappe etwas abgekürzt haben. Es war erst mal Relaxen angesagt und Baden im Swimmingpool des Platzes. Es sind Ferien in Spanien und der Campingplatz ist gut besucht. Er bietet auch ein engagiertes Animationsprogramm für die Kinder bis weit in die Nacht hinein. Abends haben wir noch einen Spaziergang zum Kloster von Irache gemacht und uns dort in der Bodega (Weinkellerei) die "Fuente del Vino" angeschaut. Dort können sich Pilger stärker mit Rotwein (aus dem linken Hahn) und Wasser (aus dem rechten Hahn). Der Weinhahn war nach 20 Uhr schon abgestellt....schade !

Heute gings dann wieder gut erholt weiter. Es gibt einige Höhenmeter zu überwinden, aber alles nicht sehr steil und auf der kaum befahrenen Bundesstraße super zu bewältigen. Wir durchqueren Pamplona. Es ist eine Universitätsstadt mit sehr vielen jungen Menschen. Die Altstadt ist von einer Stadtmauer umgeben, in der sich auch die Kathedrale befindet. Wir besichtigen sie nur von außen. Von Pamplona aus geht es auf einer Landstraße weiter. Wir begegnen vielen Rennradlern, die die Straße zum Training nutzen.
In Zubiri beenden wir den Tag.
Das Dorf verfügt über ca.15 Pensionen und Albergues. Alle sind belegt !
Gabriele plädiert fürs illegale Zelten am idyllischen Flussufer. Herbert setzt sich durch: Wir ziehen ins teure Hotel ! Offenbar herrscht hier das Gesetz von Angebot und Nachfrage - die Preise sind sehr hoch für Übernachtungen.
Morgen ist hier ein Festwochenende angesagt, d. h. es ist dann wohl auch sehr voll!
Wir sehen viele Pilger, die an den Herbergen wegen Überfüllung abblitzen. Vermutlich schlafen sie alle draußen. Es ist ja warm.
Wir gönnen uns noch eine Schwimmrunde und Abkühlung im Freibad.

Wir verlassen Navarrete und fahren durch die Weinfelder nach Logroño

Die Kathedrale von Logroño

2.Frühstück am Marktplatz in Logroño

Kaum zu glauben: Der Ebro, ein alter Bekannter von uns (siehe Ebrodelta), fließt quer durch Spanien und mündet im Mittelmeer !

 
"Fuente del Vino" in Irache (Wein und Wasser- je nach Bedarf :-))

Kloster in Irache

Campingplatz Irache                                                     Radlerin trifft auf Bronze Pilger

Nationalstrasse kreuzt Autobahn

Rathaus von Pamplona

Wir verlassen die Altstadt von Pamplona


Dienstag, 1. August 2017

Hallihallo liebe Mitreisende ! Schlagt die Landkarte wieder auf und fahrt mit dem Zeigefinger mit ! Wir sind gestern wohlbehalten in Burgos angekommen. Die Fahrräder haben zwar etwas Luft verloren sind aber ansonsten wieder startklar. Wir haben eine Nacht auf dem Campingplatz verbracht und sind heute morgen - gut ausgeruht nach 4 Wochen in der Heimat - wieder gestartet. Die Route führte zum großen Teil über die Bundesstraße. Diesmal war etwas mehr Verkehr und dabei vor allem LKWs. Gabriele fährt voraus und Herbert kündigt von hinten jeden LKW an, damit Gabriele immer schön auf dem Randstreifen am rechten Fahrbahnrand bleibt und nicht hin und her schlenkert beim Bergauffahren. Die Route geht tendenziell bergab, wenn auch einige kleinere Anstiege (auf immerhin 1150 m über Meereshöhe) zu überwinden sind. Bis zum Nachmittag haben wir mit Gegenwind zu tun. Später dreht der Wind und bringt von Norden ein kühles Lüftchen. Die Sicht nach Nordwesten ist genial: Hohe Berge säumen das Tal. Wir sind froh, dass wir nicht den Weg durch das Gebirge zur Küste gewählt haben, sondern weiterhin am Jakobsweg entlang radeln. Es macht Spaß den Pilgern, die uns entgegen kommen, "buen Camino" zu wünschen und ihnen zuzuwinken. In einem kleinen Dorf treffen wir eine deutsche Wanderin, die von Rothenburg ob der Tauber losgewandert ist, über den Schwarzwald (mit Schnee) und das Elsaß Spanien erreicht hat. Sie hat eine Krebskrankheit hinter sich und gönnt sich nun eine längere Auszeit. In Santo Domingo de la Calzada machen wir Pause, um durch den kleinen Ort zu wandern und die Kathedrale zu besuchen.  Nach 105 km erreichen wir Navarrete, wo wir in einem Hostel übernachten. Logroño muss leider heute auf unseren Besuch verzichten, wird aber sicher morgen mit vielen Sehenswürdigkeiten auf uns warten.


Nationalstrasse nur selten für uns allein  - rechts im Bild kommen einige Pilger uns entgegen

Die Kathedrale von Santo Domingo de la Calzada

Mein richtiges Rad ist schneller unterwegs- dafür gibt es am Lenker keinen Wasserhahn!

Das Gebiet Rioja ist berühmt für guten Wein! Hielo (Eis) bei fast 30 Grad kann auch Fahrräder ins Schleudern bringen... (aber erst nach Genuß des Weines)



30. Juni - 31. Juli 
Aufenthalt in der Heimat

Donnerstag, 29. Juni 2017

Unsere Reise wird jetzt für 3-4 Wochen unterbrochen. Wir haben einige Dinge in der Heimat zu erledigen. Heute sind wir mit dem Bus von Burgos nach Madrid gefahren. Morgen nehmen wir den Flieger nach Hause. Unsere Räder haben wir mit den Gepäcktaschen in Burgos zurückgelassen.
Wir freuen uns auf die Weiterfahrt mit euch in einigen Wochen !!!
Bis dann
Gabriele und Herbert


Dienstag, 27. Juni 2017

Seit gestern sind wir in Burgos - für einige Pilger der Start ins 500 km entfernte Santiago de Compostela.
Der Weg von Leon nach Burgos führt in weiten Teilen über die Bundesstraße. Der Wind ist uns wohlgesonnen und weht überwiegend von der Seite, manchmal sogar von hinten. So geht es richtig mit Tempo die Strecke auf der Hochebene ohne viele Höhenmeter durch. Das macht Spaß, zumal fast keine Autos auf der langen N 120 fahren.
In zwei Tagen sind wir in Burgos angekommen mit Zwischenstation in Carrion de los Condes. Wir wandern am Abend durch den Ort oberhalb der Flusstrasse. Die Wege sind schön hergerichtet zur Erholung für die Bürger und für die Touristen. Wir treffen einen älteren Herrn, der erzählt, dass es schon seit sechs Monaten nicht mehr geregnet hat. Herbert bringt ihm die freudige Nachricht aus dem Wetterbericht, dass für die nächsten Tage Regen vorhergesagt wird. Das will er uns verständlicherweise erst mal nicht glauben.
Der Regen kommt in der Nacht. Früh um sieben wandern schon die ersten Pilger mit Kapuze an unserem Quartier vorbei. Um 10 Uhr ist es trocken, so dass wir mit den Fahrrädern losfahren können. In Burgos haben wir uns auf dem Campingplatz in einer kleinen Unterkunft einquartiert. Dort treffen wir am Abend nette niederländische Nachbarn und machen es uns bei einer Flasche Wein gemütlich.
Heute schauen wir uns Burgos an.

Der Pilgerweg (links) und die verkehrsarme Provinzstrasse. Rechts eine Bibliothek für Pilger

Viele Kilometer gehts auf der N120 ohne Verkehr dahin ... 
(rechts davon ist die Autobahn auf dieser Teilstrecke zu sehen)


Samstag, 24. Juni 2017

Den heutigen Tag haben wir in León verbracht.
Am Vormittag besichtigen wir das Kloster Isidoro mit einer Führung. Es ist ein sehr altes romanisches Gebäude aus dem XI. Jahrhundert mit dem Pantheon, dessen farbenfroh bemalten Mauern noch im Originalzustand - nicht restauriert- erhalten sind. Es darf nicht photographiert werden- auch nicht ohne Blitz.
In der Kathedrale Santa Maria findet gerade eine Hochzeit statt. Die Besichtigung ist erst möglich, als die Hochzeitsgäste die Kirche verlassen haben. Diese Kirche ist eine der schönsten, die wir jemals gesehen haben. Sie ist mit vielen bunten Glasfenstern versehen, die Pflanzenmotive oder biblische Szenen darstellen. Auf die Statik haben die alten Kirchenväter nicht so geachtet. Die Kathedrale wäre vor ca. 2 Jahrhunderten fast zusammengebrochen, wenn nicht kluge Architekten das Ganze aufwendig renoviert hätten.
Die Stadt feiert gerade eine Festwoche für San Juan und San Pedro. Da ist alles auf den Beinen. Es gibt verschiedene Bühnen. Wir besuchen die Aufführung einer Ballettschule, bei der die verschiedenen Altersklassen eine fantastische Geschichte darstellen- sehr aufwendig mit kunstvollen Kostümen und Musik zum Ballett Schwanensee.
Was uns hier in Spanien immer wieder auffällt:
Man sieht überall alte Menschen mit Behinderungen mit Krückstock oder Rollstuhl mit ihren BegleiterInnen ganz selbstverständlich in den Städten. Sie werden zu allen Festen auf der Straße oder in die Cafés mitgenommen und nicht zu Hause im Hinterzimmer versteckt, wie es bei uns manchmal der Fall ist. Es ist den Spaniern offensichtlich wichtig, dass alle am öffentlichen Leben teilnehmen können.
Sonntag gehts weiter in Richtung Burgos. Vermutlich unterteilen wir die 200 km Strecke in 3 Tagesetappen. Da keine größeren Provinzstädte auf diesem Teilstück der Pilgerroute liegen, wird die Blogpflege bis Burgos warten müssen.

Kloster San Isidoro

Panteón der Könige (Postkartenfoto)

Kathedrale von León


Gottesdienst mit Prominenz in der Fußgängerzone

Casa Botines (Bauwerk u.a. von Gaudi)

Herbert mit Gaudi

Tanzschule Leon präsentiert sich 

Freitag, 23. Juni 2017

Am Donnerstag stand die zweite Bergetappe an mit dem höchsten Gipfel auf 1500 m Höhe - insgesamt waren etwa 1300 Höhenmeter zu überwinden mit insgesamt 78 km.
In Molinaseca gibt es erst mal eine Abkühlung im leicht angestauten Fluss. Da können wir nicht vorbeifahren. Wir treffen hier einen Schweizer, der gerade vom Berg abgestiegen ist. Er meint: "Das ist ja hier wie zu Hause". Vom vorigen Tag machen wir uns ohne irgendwelche Skrupel auf den Weg. Hier geht es nun aber 13 km nur bergauf. Zwei Mal, als es besonders steil wird, müssen wir absteigen und ca. 50 m schieben. Das geht auch für unseren E-Biker Herbert nicht anders.
Nach ca. 2/3 der Bergstrecke treffen wir auf das idyllische Dorf El Acebo. Hier gibt es ein kühles Cola. Man könnte hier auch schon übernachten. Gabriele drängt darauf, die Sache zu Ende d. h. bis zum Gipfel zu bringen.
Die Abfahrt ist dann wieder bombastisch mit Ausblicken weit ins Land und ganz besonderer Vegetation. Wir fahren nicht mehr ganz so weit hinab sondern beenden die Tour in der Stadt Astorga, die auf 800 m Höhe liegt.
Wir haben kein Quartier vorgebucht und landen nun zum ersten Mal in der Albergue. Da wir keinen Pilgerausweis haben, bekommen wir ihn ausgestellt. Damit können wir nun auch in den Pilgerunterkünften übernachten. In der Küche und im Essraum sitzen schon eine Menge Leute. Sie haben für alle gemeinsam gekocht: Reis, Fleisch und Salat, schön auf den Tellern auf dem großen Tisch ausgebreitet. Sie essen mit Stäbchen.
Wie sich herausstellt, ist das eine bunt gemischte Gruppe von Leuten aus Südkorea, aus China, aus den USA und anderen Ländern, auch mit einem jungen Mann aus Münster.
Sie sind alle unabhängig voneinander zum Jakobsweg gereist. Einige sind Studenten, manche haben ihren Job gekündigt, um diese Pilgerreise machen zu können. Sie wandern teilweise zusammen, oder treffen sich abends wieder in der Herberge.
Das ist Völkerverständigung über alle Grenzen hinweg !
Die heutige Etappe verlief über die Bundesstrasse mit Rückenwind in der Ebene! Pure Erholung!! Wir begrüßen die vielen Pilger, denen wir begegnen. Am frühen Nachmittag ist die Stadt León erreicht. Morgen (Samstag) gönnen wir uns einen Ruhetag !!



Die mittelgroße Provinzstadt Ponferrada überrascht mit einer schönen Burganlage

Die Berge kündigen sich schon an !

Aber bevor die Bergetappe beginnt, verlockt der aufgestaute Fluß in Molinaseca zu einem Erfrischungsbad

Bis zur Staumauer - sonst wird's eine harte Landung

Doch nun gibts keine Ausreden und Verzögerungen mehr :-)  Montes de León wartet !

Noch kann Herbert lachen.....

... doch im Bergdorf El Acebo ist dringend eine Pause angesagt. Endlose Bergkilometer in gefühlter Hitze von 34 Grad fordern ihr Tribut.

Der Berggipfel ist fast erreicht - ein wunderschöner Blick belohnt uns. Die Vegetation hat sich verändert und die kleine Bergstraße gewinnt an Steilheit. Kurze Passagen müssen wir schieben.

Cruz de Ferro in ca 1500 m Höhe ist erreicht.
 Wer Zeit und Lust hat, kann sich die Geschichte durchlesen unter https://de.wikipedia.org/wiki/Cruz_de_Ferro
Viele Pilger nutzen das Cruz de Ferro auch, um am Baumstamm des Kreuzes persönliche Dinge, Briefe oder Votivgaben anzubringen

Vom "Eisenkreuz" gehts stetig bergab durch einige Dörfer zu unserem Tagesziel Astorga....

 ... wo wir gleich hinter dem schönen Rathaus (rechtes Foto) in der Albergue "Publico de Perogrino" unterkommen. Hier, sowie auf der gesamten Bergetappe, treffen wir viele Pilger

Die Kathedrale von Astorga können wir um 9 Uhr früh leider noch nicht besichtigen. Heute liegt eine moderate Etappe von knappen 50km vor uns- trotzdem möchten wir die Weiterreise nicht verschieben, weil wir sonst in die große Hitze kommen :-))

Kurz vor Leon- unser heutiges Ziel- nutzen wir die Pause und schauen unsere neu erworbene 3 dimensionale Pilgerwegkarte an. Zwischen der gestrigen Bergtour (linker Daumen) und dem Abschnitt der nächsten Tage (rechter Daumen) gibt es flaches Gelände !

Mittwoch, 21. Juni 2017

Vor der heutigen Etappe von Sarria nach Villafranca hatten wir einen Heidenrespekt. Der Navi sagte ca. 1600 Höhenmeter voraus und über 70 km. Wir radelten um ca. 9:00 Uhr los, um möglichst nicht in die Hitze reinzukommen. Wir wählen die Strecke über Samos, um ein paar Höhenmeter einzusparen. In Samos gibt es ein großes Kloster. Die Kirche ist aber nicht offen und auf die Führung wollen wir nicht warten. Man kann halt nicht alles haben.
Von dort geht es dann nach und nach den Berg rauf. Wir folgen der Bundesstraße. Es ist nur ganz wenig Verkehr und der Anstieg ist zwar lang aber moderat ohne steile Passagen. Am Gipfel auf einer Höhe von 1337 m weht ein kühles Lüftchen. Wir treffen dort einen jungen Mann aus Heidelberg. Er möchte genau die Strecke in umgekehrter Richtung radeln, die wir gekommen sind (durch Portugal). Wir können ihm einige Infos mitgeben. Er übernachtet in Eigenregie im Zelt.
Wir beglückwünschen uns gegenseitig, dass wir den Gipfel erreicht haben und nun eine lange Abfahrt genießen können. Für uns geht es nach Villafranca fast 30 km überwiegend bergab. Das macht schon Spaß. Nachträglich stellen wir fest, dass wir tatsächlich nur 1300 Höhenmeter hatten. Wir haben nämlich nicht immer auf den Navi gehört und nicht jede vorgeschlagene"Abkürzung" mit Steilpassagen verfolgt. Da haben wir schon unsere Erfahrungen gemacht. Die zurückgelegte Strecke liegt daher bei 78 km. Ein Franzose hat eine Fahrradpanne. Er hat das Glück, dass ihn jemand mit dem Auto mitnimmt (Branko: das Schaltauge war gebrochen).
Das erste Hostal in Villafranca ist unsers. Und es gibt ein Schwimmbad gleich um die Ecke.



Kloster von Samos

Der Spaß beginnt- 5km mit 7 % Steigung

langsamer Berganstieg ... es ist früh und die Hitze noch nicht groß


Die Bergetappe ist geschafft!


Heidelberger auf großer Tour 

schönes Panorama

ein kurzes Stück Autobahn liegt neben unserem Weg

Villafranca- eine hübsche Kleinstadt mit Problemen in der Altstadt
Viele Häuser in der Altstadt sind verfallen und werden zum Kauf angeboten


Dienstag, 20. Juni 2017

Seit Sonntag radeln wir nun auf dem Jakobsweg in Richtung Heimat. Der Radweg kreuzt sich oft mit dem Wanderweg. Viele Pilger, Einzelne und Gruppen, kommen uns entgegen. Da es sehr heiß ist, sehen sie meistens etwas ermattet drein. Wir versuchen sie mit "Buen Camino" Wünschen von der Straße aus aufzuheitern. Manche antworten uns, dass wir in die falsche Richtung fahren. Es kommen Leute jeden Alters entgegen- vor allem aber junge Leute, oft in großen Gruppen, mit Schlafsack und Schaumstoffunterlagen am Rucksack. Es sind alle Nationen vertreten, auch viele Asiaten (Japaner?). Am Sonntag fahren wir fast nur auf der Bundesstraße und übernachten in Melide. Am Montag gehts weiter nach Sarria. Der erste Teil der Strecke liegt exakt auf dem Wanderweg, so dass wir vielen Pilgern begegnen. Wir treffen zwei Radfahrer aus Dingolfing, die den ganzen Weg aus Bayern in 23 Tagen durch die Schweiz und Frankreich gefahren sind. Für den Rückweg werden wir wohl dieselbe Strecke nehmen. Nach Portomarin geht es noch über eine einsame Bergstraße. Auf dieser kleinen Straße fährt fast kein Auto. An jedem Bauernhof, den wir passieren, wartet ein Hund mit lautem Gebell. Manche Gatter stehen weit auf, sodass die Hunde auch auf die Straße kommen. Wir beeilen uns jedes Mal, schnell vorbei zu fahren.
Insgesamt hält diese Etappe über 62 km fast 1100 Höhenmeter für uns bereit. 
In Sarria haben wir ein Appartement im 5. Stock gebucht. Es klappt alles gut. Nur der Aufzug ist immer wieder defekt. Das kann uns aber natürlich nicht abschrecken. Neben dem Hochhaus mit 6 Etagen liegen einige Gemüsegärten, auch eine etwas vermüllte Wiese mit drei Hähnen und noch mehr Hühnern, die ihr Revier zu jeder Tageszeit lautstark abgrenzen. 
Heute gönnen wir uns einen Ruhetag und wandern durch die Stadt Sarria mit ihrem Fluss, in dem die Jungen baden und dem Kloster da Magdalena, in dem viele Pilger übernachten.
Nachmittags stand die Fahrradpflege auf dem Programm (Bremsbeläge austauschen etc).
Das Internet im Appartement ist eine Katastrophe. Vermutlich ist es aber ein Problem in der gesamten Stadt (geringe Richtfunkkapazität und keine Glasfasertechnik). Deshalb gibt es erst am 21. Juni Text und Fotos!


Pilgerweg und Radstrecke an der N 547

Pilger, Pilger, Pilger- hier bei einer kleinen Kapelle in Ligonde

Portomarin und Brücke über den Fluß Miño

Einsame Bergstraßen zwischen Portomarin und Sarria

Blick auf Sarria im Dunst (da es nach Feuer roch, könnte es vom Waldbrand in Portugal sein)

So sieht die Wohnküche des Apartments aus, wenn Waschtag ist :-)


Altstadtgasse von Sarria

Sonntag, 18. Juni 2017

Gestern sind wir in Santiago de Compostela angekommen.
Es wird nun am Nachmittag sehr heiß (34 Grad). Wir versuchen möglichst früh am Vormittag loszufahren. Die Radstrecke führt über die Bundesstraße. Sie ist hier mit einem Seitenstreifen für Radler gut befahrbar. In Santiago fahren wir mit dem Bus in die Altstadt. Alles ist auf Pilger ausgerichtet. Wir besuchen die Kirche St. Martin und natürlich die Kathedrale, dem Apostel Jakob gewidmet ist. Es gibt einige sehr schöne Seitenkapellen. Wir atmen die jahrtausendealte Pilgertradition. Auch Franziskus von Assisi ist hierher gewandert.
Wir können eine deutsche Führung zu den Außenmauern der Kathedrale miterleben, die von Freiwilligen aus Deutschland durchgeführt wird.
Auch unsere Reise erlebt einen entscheidenden Wendepunkt: Ab jetzt geht es in Richtung Heimat. Wir wägen ab, ob wir an der Küste entlang oder durchs Landesinnere radeln und entscheiden uns für das Inland. Hier sind 1000 Höhenmeter weniger zu bewältigen und wir gehen davon aus, dass auch weniger Gegenwind auf uns wartet. Mal sehen, wie sich die Übernachtungsmöglichkeiten gestalten. Zur Not haben wir ja das Zelt dabei.
Heute geht es weiter in Richtung Lugo. Santiago werden wir als Wanderpilger sicherlich nochmals sehen. Es ist eine sehr interessante Stadt !

 "unser" Kurhotel in Caldas de Reis

zu einem richtigen Kurort gehören auch Thermen - ein heißes Wasserbad in einer überdachten alten Therme

Die Kathedrale von Santiago de Compostela

Apostel Jakobus in der Kirche (links) und an der Kirchenfassade (rechts)

Musikanten in der Innenstadt

Freitag, 16. Juni 2017

Gestern sind wir in Caldas de Reis angekommen. Das war noch mal eine Fahrradtour vom Feinsten mit fast 1000 Höhenmetern. Gabriele gab ihr Bestes.
Wir fürchten die Bundesstraße und versuchen uns deshalb auf einigen Nebenstraßen, die aber einmal innerhalb einer Firma, danach auf einem Sandweg enden.
Zum Schluss folgen wir dem Vorschlag des Navis und nutzen die N 550. Überraschenderweise herrscht dort dann doch weniger Verkehr als befürchtet. Außerdem hält Spanien immer einen gut befahrbaren Seitenstreifen für die Radler bereit.
Nun haben wir noch eine Halbtagesreise bis Santiago de Compostela und legen heute zur Regeneration der Beinchen einen Ruhetag ein.
Die Señora der letzten Unterkunft mit Namen Maria Jesus hat uns aufgetragen in Santiago de Compostela für die ganze Welt zu beten. Das werden wir gerne tun.
Überhaupt steht nun wirklich alles im Zeichen der Pilgerreise. Große Plakate am Straßenrand weisen auf das europäische Kuturerbe des Camino hin. Überall sind Wegzeichen. Wir sehen immer wieder Pilger, viele davon sind Deutsche.
Nun sind wir auch schon ganz aufgeregt, obwohl wir nicht mal einen Pilgerpass geschweige denn irgendwelche Stempel gesammelt haben. Vermutlich kriegen wir auch nicht diese ganz tolle Urkunde für die erfolgreiche Pilgerfahrt.
Das heben wir uns für später auf, wenn wir wirklich zu Fuß marschieren.


Donnerstag, 15. Juni 2017

Nun haben wir gestern Portugal wieder verlassen und die Grenze nach Nordspanien überquert. Hier gibt es wieder überall Radwege. Wir haben heute in dem kleinen Ort Pias übernachtet. Nach Santiago sind es noch etwa 100 km (mit dem Auto)
Gestern hatten wir wieder einige Höhenmeter hochzufahren. Zur Belohnung gibt es lange Abfahrten. Die Sonne scheint und bringt uns gut ins Schwitzen. Vom Nordwind merken wir nur noch wenig, weil wir weiterhin durchs Landesinnere fahren.
Die Grenze von Portugal nach Spanien führt über eine lange Brücke über den Fluss Minho.
Auch hier treffen wir wieder Jakobspilger, darunter einen älteren Herrn aus den USA. Am Nachmittag treffen wir auf einen kleinen Fluss namens Rio Tea  mit einer römischen Brücke und einer tollen Badestelle. Hier tauchen wir zum Abkühlen kurz ein bevor wir unser Quartier in der ländlichen Region (Eco turista rural) aufsuchen.
Kochen können wir hier nicht. Wir fahren nochmal 1 km zum nächsten Restaurant, um bei Kräften zu bleiben :-)
Heute geht es weiter nach Caldas de Reis.

940 Höhenmeter mussten insgesamt bewältigt werden- wir radeln an Weinhängen vorbei zur spanisch-portugiesischen Grenze im Norden

Unsere Wege kreuzten sich oft mit Jakobsweg Wanderern, die von Porto aufgebrochen sind

Der Grenzfluß Minho verbindet Valença (Portugal) mit Tui (Galizien)

noch etwas mehr übers Geländer beugen und ich liege im Wasser.....

Wir sind wieder in Spanien ! (Stadt Tui)

Auf dem Weg zum Quartier in Pias überquerten wir diese römische Brücke, die den Fluß Tea überspannt. Ein herrliches Bad war unvermeidbar!


Unser Quartier im Landesinneren bei Pias

In Spanien sind viele Bundesstraßen mit einem breiten Seitenstreifen für Radfahrer versehen. Das Schild vor Gabriele weist auf die Jakobswegwanderer hin, die diese Straße überqueren.

Wunderschöne Wege führen durch die sehr hügelige Landschaft

Kleine Trink- und Obstesspause

Rendondela ist in Sichtweite mit der großen Bucht "Ria de Vigo"

Flussmündung bei Pontevedra



Dienstag, 13. Juni 2017

Nach 5 Tagen Radlpause freuen wir uns wieder aufs Radfahren. Unser "Urlaub in Porto" ist beendet.
Porto hat uns sehr gut gefallen.
Die Reise geht weiter von Póvoa de Varzim nach Ponte de Lima. Wir haben uns dazu entschieden, uns mehr im Landesinneren zu bewegen. Der ständige starke Gegenwind an der Küste hat doch einige Nerven gekostet. Hier haben wir zwar auch Wind, aber sehr gemäßigt. In den Städten, die wir durchqueren, treffen wir viele Jakobswanderer- auf portugiesisch nennen sich die Pilger "Peregrino". Die Strecke ist hügelig, trotzdem sind wir früh am Ziel. Es ist deutlich wärmer als an der Küste.
In der Stadt Ponte de Lima angekommen kaufen wir erst mal das Obst- und Gemüsegeschäft halb leer. Es ist ein Gericht mit Bohnen, Karotten und Tomaten sowie Kartoffeln geplant.
Wir wandern durch die Stadt mit der alten Römerbrücke über den Fluss Lima. Der Fluss ist sauber, evt. auch zum Schwimmen geeignet. Von der Kirche her wird die ganze Stadt über Lautsprecher mit Musik versorgt. Auf dem Fluss fahren viele Ruderer des örtlichen Ruderclubs.
Von unserer Unterkunft aus hören wir die katholische Messe auf portugiesisch, die ebenfalls mit Lautsprecher übertragen wird. Manches kommt uns vom Ablauf her bekannt vor, manches ist völlig anders. Verstehen tun wir sowieso nichts.
Zum Abschluss gibt es ein Feuerwerk. Ist heute was Besonderes ? Vielleicht weil wir die Stadt mit unserem Besuch beehren ? Vielleicht sollten wir uns mal über die Brüstung beugen und den Bewohnern ein Lächeln schenken und zuwinken.


Die Fahrt mit der historischen Straßenbahn in Porto ist ein MUSS


Für unsere Freunde heißt es Abschied vom Strand Portos zu nehmen (Praia de Matosinhos)

Im Gleichschritt durch den Atlantik

Wir befinden uns auf dem Pilgerweg nach Santiago (Porto bis Santiago = 235 km)

Vor der sehenswerten Stadt Barcelos treffen wir einige Pilger

Senhor da Cruz Kirche in Barcelos

Fußgängerzone in der Altstadt von Barcelos (die Eisdiele hatte phantastisches Eis !!)

Ponte de Lima mit der schönen Römerbrücke


Wir freuen uns, euch einen Eichelhäher aus nächster Nähe präsentieren  zu können. 

Die Römerbrücke ist für den Autoverkehr gesperrt- Gott sei Dank !

Auf beiden Seiten des Flusses Lima gibt es wunderschöne Wanderwege


Samstag, 10. Juni 2017

Wir sind ein paar Tage in Porto und besuchen die schöne Stadt am Fluss Douro.
Am Donnerstag sind wir in der Stadt herumspaziert und reihen uns in die Touristenströme ein. Am Nachmittag besichtigen wir einen Weinkeller inc. der obligatorischen Weinprobe gemeinsam mit Rolf und Kuni mit Benedikt und Theresa. Wie der Name schon sagt, wird der berühmte Portwein in Porto produziert aus Trauben, die an den Hängen des Flusses Douro wachsen. Am Rückweg beklatschen wir den mutigen Sprung eines jungen Portugiesen von der Brücke Luis I (gebaut von Eiffel) ins kalte Dourowasser. Schnell krault er zu den Uferfelsen, um nicht von der Strömung abgetrieben zu werden.
Der Freitag steht dann im Zeichen von umfangreichem Tourismusprogramm mit einem 7-sitzigen Mietauto, was für Theresa bedeutet, eingequetscht im Kofferraum auf einem "Notsitz" Platz zu nehmen.
Wir feiern Rolfs 60. Geburtstag und fahren ca 50 km ins Landesinnere nach Guimarães und besuchen die schöne Altstadt und die Burg, Weltkulturerbe und Wiege von Portugal. Danach besuchen wir die Stadt Braga und fahren mit der Drahtseilbahn zur Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte hinauf. Dort entspringt eine Quelle, die in eine künstliche Grotte eingebaut ist und deren Wasser das Gewicht der Bahn steuert. Der Abstieg über die vielen Stufen führt ebenfalls an vielen kleinen Brunnen vorbei, die die Bedeutung der verschiedenen Sinne symbolisieren. Der Blick von unten hinauf zeigt das ganze Ensemble aus einem wieder völlig anderen Blickwinkel.

Rathaus von Porto

Rio Douro mit Blick auf die "Eiffel" Brücke

Rolf, seine Familie und Gabriele

Altstadt von Porto
Blick von der Oberstadt auf den Fluß Douro

Eine der schönsten Buchhandlungen Portugals ist Livraria Lello


Sāo Bento ist einer der ältesten Bahnhöfe Portugals mit schönen Fliesenbildern (Azulejos) in der Vorhalle
Die gut erhaltene Festung (Castelo) von Guimarāes 

Igreja dos Santos Passos

Innenstadt von Guimarāes

schöne Fassaden in der Altstadt

Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte nahe der Stadt Braga

"Planetportugal" schreibt von 581 Stufen, die zur Wallfahrtskirche hochführen


Mittwoch, 7. Juni 2017

Am Montagabend haben wir Porto erreicht. Wir kamen erst am Nachmittag los, weil Gabriele das örtliche Piscina besuchen wollte. Es ist in Nordportugal noch immer nicht Sommer :-), daher ist das Freibad ohne Wasser. Das Hallenbad stellte sich als Kleinschwimmbad mit erwärmtem Meerwasser heraus. Immerhin waren die Leute nicht zum Schwimmen sondern nur zum Aufwärmen gekommen, so dass im Becken gut Platz war.
Gestern gings dann weiter nach Póvoa de Varzim. Der Wind bläst wieder kräftig von vorne. Für die ersten 10 km brauchen wir gefühlte 2 Stunden. Das liegt aber nicht allein am Wind. Der erste Halt findet an der Flussmündung statt. Die Wellen sind sehenswert. Der Wind, die Fluss- und die Meeresströmung wirken gegeneinander so dass sich gewaltige Wellen gegeneinander entladen. Nach einem weiteren Kilometer treffen wir auf die Europameisterschaften der Universitäten im Beachvolleyball. Wir staunen, dass das bei den Windverhältnissen überhaupt möglich ist. Die nächste Station ist Sandfußball. Dann werden wir richtig aufgehalten: Wir fahren an verschiedenen Fischrestaurants vorbei. Der Fisch, den man sich aussucht, wird vor dem Restaurant auf dem Holzkohlefeuer gegrillt. Manchmal wirft der Grillmeister zur Geschmacksverstärkung auch eine Paprika ins Feuer unter den Fisch. Das Restaurant können wir nicht auslassen.
Der weitere Radweg führt erst an der Küste entlang. Hier sind viele Jakobswanderer unterwegs, auch einige Deutsche. Später entscheiden wir uns wegen vielem Kopfsteinpflaster für die Bundesstraße, die einen Seitenstreifen für Fahrräder hat. Hier in Póvoa de Varzim haben wir in einem Hostel übernachtet und gestern Abend lange mit einer Amerikanerin gesprochen. Sie hat den Camino de Santiago von Porto aus hin und zurück gemacht. Sie fliegt heute wieder in die USA zurück. Sie wird natürlich überall auf Trump angesprochen.

Wir fahren heute mit dem Zug nach Porto zurück und lassen unsere Fahrräder und ein Teil des Gepäcks hier. In Porto treffen wir Rolf, einen Freund und ehemaligen Arbeitskollegen von Herbert,  mit seiner Familie und feiern seinen 60. Geburtstag.
In etwa einer Woche geht die Reise dann weiter.

In Vagos sind uns sehr viele mit Fliesen verzierte Häuser aufgefallen. Das war sogar für Portugal untypisch. Eine Zusammenstellung verschiedener Objekte siehe Foto (hoffentlich kann man was erkennen- eventuell Foto anklicken zur Vergrößerung).

Für Gabriele unglaublich, dass so tolle Freibäder Anfang Juni noch geschlossen haben...

Die schöne Stadt Porto begrüßt uns 

Eifel-Brücke mit Wäsche im Vordergrund

Jonathan aus Frankreich, der "unsere" Tour von Südfrankreich bis Porto gemacht hat.





Europameisterschaft der Universitäten im Volleyball 

Restaurant Tito mit seinem Grillmeister im Hafenbereich von Porto


Im Norden Portugals gibt es sehr viele Straßen mit Kopfsteinpflaster - 
gestern hatten wir die Nase davon voll und wichen auf die Bundesstrasse aus!


Pfingstsonntag, 4. Juni 2017

3000 km haben wir bisher geschafft !

Heute übernachten wir auf dem Campingplatz in Espinho, einer Kleinstadt, 30 km südlich von Porto. Diesmal im Zelt, der Campingplatz hat keine Bungalows und wir hatten beim Discounter Lidl, den wir in Portugal immer ansteuern, wenn es sich machen lässt, so viel eingekauft, dass wir nicht mehr weiter fahren konnten. Gemüse, Obst, Müsli, Joghurt, Wasser usw. schauten schon oben aus allen Gepäcktaschen raus.
Außerdem gibt es hier ein städtisches Schwimmbad, wo Gabriele morgen mal wieder schwimmen möchte. Der Atlantik mit seinen Brechern ist dafür nicht geeignet.
Wir frieren etwas. Die Sonne scheint zwar, aber es geht ein gewaltiger Nordwind. Das erschwert nicht nur das Radfahren. Es macht die Reise auch ein bisschen ungemütlicher.
Gestern und vorgestern konnten wir einen Bungalow mit Dachgeschoss in Sāo Jacinto nutzen. Das war wie in einer Berghütte, mit dem Bett im Obergeschoss. Der Bungalow sah aus wie ein großes Zelt - sehr gemütlich.  Der Campingplatz liegt auf einer Landzunge zwischen Lagune und Meer.
Statt einen riesigen Bogen durch die Stadt Aveiro zu machen, konnten wir mit einer Fähre direkt dorthin kommen. Dort haben wir den Samstag verbracht.
Die Radstrecke ist fast vollständig flach. Weite Teile führen über Fahrradwege durch den Wald oder am Naturreservat vorbei.

unsere Fähre nach Sāo Jacinto zur Südspitze der Landzunge


Der Kassierer spielt während der Fahrt mit einem Kind das Hüpfspiel. Hab den Namen gerade nicht parat. Gabriele kannte es gut- sie hat als Kind es oft gespielt.


Unser Bungalow auf dem Campingplatz bei Sāo Jacinto

 Der Praia de Sāo Jacinto ist menschenleer- bei dem starken und kühlen Wind kein Wunder


Die Fahrt geht weiter ! Rechts ist die Lagune zu sehen

Wo sonst die Jachten liegen, sind im Hafen des Ortes Torreira Fischerboote zu sehen.
Das Naturschutzgebiet hat gut angelegte und bestens gepflegte Radwege.


Pfingstsonntag nutzen die Heimischen für ein kleines Picknick

Unser Zeltplatz im Ort Espinho

Gabriele zaubert die leckersten Gerichte mit Hilfe eines kleinen Gaskochers



Freitag, 2. Juni 2017

Wir haben in Mira wieder auf einem Campingplatz im Bungalow übernachtet.
Eigentlich wäre eine längere Etappe geplant gewesen.
Von Quiaios aus nach Norden gibt es die Möglichkeit die Bundesstraße zu benutzen oder eine parallel führende sagen wir mal Straße. Der Navi weist sie als Sandstraße aus. Gabriele hat sie auf ihrer Karte als asphaltierte Nebenstraße eingezeichnet. Als wir entdecken, dass auf der Bundesstraße viele LKWs mit Karacho dahindonnern, entscheiden wir uns für die andere Alternative.
Wir treffen ein englisches Pärchen aus UK, das gerade aus Mira kommt und uns bestätigt, dass der Weg geteert ist, allerdings mit vielen Löchern. Auch ein Anwohner weist auf den schlechten Zustand der Straße hin.  Alles besser als donnernde LKWs.
Die Hinweise bestätigen sich: Der gepflasterte Untergrund stammt wohl noch aus der Römerzeit oder vielleicht auch aus dem Mittelalter. Später wurde wohl etwas Teer dazwischen geschmiert. Mittlerweile haben sich überall tiefe Löcher gebildet.
Aber es gibt absolut keinen Autoverkehr und wir radeln mitten durch das Naturschutzgebiet. Nach etwa einer Stunde begegnet uns ein Fahrzeug mit zwei Damen aus Luxemburg, die das Land wohl mal etwas intensiver kennenlernen wollen.
Nach knapp 40 km haben wir Mira erreicht und haben keine Lust mehr noch weiter zu fahren.
Der Bungalow ist super mit Balkon direkt über einem Flussarm. Unten sammelt sich eine 7-köpfige Entenfamilie zeitgleich mit 4 Karpfen, die wohl bemerkt haben, dass das Häuschen bewohnt wird und gewohnt sind, dass da für sie auch was abfällt.
Wir setzen jedoch auf eigenverantwortliche Futtersuche und saubere Flüsse und Seen. "Mir gäbet
nix !"


Rast bei einer Ruine- eine Pinie wächst im Wohnzimmer durchs offene Dach. Den Sandweg haben wir natürlich nicht für die Weiterfahrt gewählt :-) !

Die Kohlehydratspeicher müssen wieder aufgefüllt werden....

... es kommt gerade kein Auto - die quietschenden Bandscheiben müssen "bearbeitet" werden

... eigentlich sollte Herbert mitmachen... er beschränkt sich aber aufs Fotografieren

Die Schüttelreise geht weiter ....

... bis wir zum See bei Mira gelangen- wieder streikt Gabriele mit dem Schwimmen, weil ihr die Wasserqualität nicht gut genug ist. Heute sind es auch nur 18 Grad Lufttemperatur 

unser Superbungalow am See


Donnerstag, 1. Juni 2017

Gestern Abend um 18.30 Uhr haben wir den Campingplatz in Praia de Quiaios erreicht. Die Rezeption war schon geschlossen und der Manager wollte gerade in sein Auto einsteigen. Aber so gelang es doch noch, wieder einen Bungalow zu buchen.
Den Dienstag haben wir als quasi Ruhetag deklariert. Herbert hatte schon alles gepackt als Gabriele noch mal umschwenkt, aufs Meer blickt und meint, wir könnten doch noch einen Tag hier bleiben. Man sieht hier kilometerweit auf den Atlantik über die Dünen bis zum Nachbarort.
Ein bißchen Romantik darf nicht fehlen am Hochzeitstag :-)
Gabriele unternimmt ein 20 km Lauftraining zum See Lagoa de Erideira- selbstverständlich begleitet Herbert sie auf dem Fahrrad. Gabriele geht dann allerdings doch nicht rein, das Wasser entspricht nicht ihren Ansprüchen an die Wasserqualität für längeres Schwimmen.
Am Mittwoch geht die Radreise weiter.
Wir fahren auf einsamen Straßen durch das Pinien-Waldreservat nach Figueira da Foz, wo wir auf dem Fußgängerweg über die große Brücke, die den Fluß Mondego überspannt, fahren können bzw. müssen. Dann landen wir allerdings mitten auf den Abzweig zur Autobahn. Der Navi schickt uns geradeaus über die stark befahrene 4spurige Bundesstrasse durch Figueira. Wir peilen die Lage und finden eine kleine Treppe, die über ein Fabrikgelände auf eine wenig befahrene Straße entlang des Flusses führt.
Am Ende der Stadt gibt es noch einen Berg durch ein wunderschönes Naturschutz- und Wandergebiet. Hier wird Gabriele wieder etwas gefordert mit einer langen und schönen Abfahrt in das Dorf Quiaios aber belohnt. Einige Kilometer weiter, nahe der Küste, liegt der Campingplatz.

Der Radweg kann auch als Laufstrecke genutzt werden

der See Evideira


 Spaziergang am Atlantik (ein Schuh als Strandgut)


die Straße ist zwar geteert wird aber doch etwas unwegsam

grosser Kontrast: 50 km Radweg und danach 4 spurige Bundesstraße (siehe unten)

Fahrt über die Brücke in Figueira da Foz


nun ist guter Rat (Rad) teuer-
wir haben zwar keine Kuh dabei, auch kein Motorrad 
trauen uns aber trotzdem nicht, die Autobahn zu benutzen :-)

durch diese kleine Öffnung hätte es weitergehen sollen auf der stark befahrenen Bundesstraße
NICHTs für uns !

ganz hinten als Glühwürmchen ist Gabriele zu erkennen

Bergüberquerung bei Boa Viagem (=schöne Reise)

es ist sehr windig und diesig- der Horizont verschwimmt als graue Ansicht

runter gehts schnell durch den Berg-Urwald

Camping Praia de Quiaios

Dienstag, 30. Mai2017

Gestern Abend sind wir in Pedrógāo auf dem Campismo angekommen. Die Tour lief super auf dem Fahrradweg direkt neben der kaum befahrenen Küstenstraße. Es fällt auf, dass großzügige Fahrradwege neben Straßen gebaut werden, auf denen sowieso kein Auto fährt. Neben den Bundesstraßen, wo dringend Radwege benötigt werden,  sind allenfalls 30 cm Randstreifen vorgesehen, wenn überhaupt.In Nazaré tobte auch gestern Vormittag wieder der Bär. Auf dem Marktplatz spielte eine 2-Mann Gruppe Folksongs mit Mandoline und Gitarre. Viele Touristen spazierten durch die Stadt. Hier im kleinen Küstenort Pedrógāo hat man das Gefühl, am Ende der Welt angekommen zu sein. Schon das Einchecken auf dem Campingplatz war ein Akt: 4 junge Leute kämpfen mit dem Computerprogramm, in das sie unseren Namen und die Nummer des Bungalows eingeben müssen, den wir noch zum Vorsaisontarif für eine Nacht buchen können.Wir haben mittlerweile alle Lebensmittel aufgegessen. Das erleichtert zwar die Reise, erfordert aber Nachschub. Wir radeln in die Stadt, um einen Supermercado aufzusuchen. Im Laden, der einzige im Ort, steht eine ältere Señora, die darauf hinweist, dass sie ihre Schwester vertreten muss, die anscheinend anderweitig beschäftigt ist. Wir füllen zwei Einkaufskörbe mit Gemüse, Obst, Keksen, Essig usw. Die Señora schneidet uns den Käse ab. Als wir Naturjoghurt wünschen telefoniert sie erst mal mit ihrer Schwester, welcher der verschiedenen Sorten wohl Naturjoghurt ist. Sie hat eine kräftige Stimme, eigentlich braucht sie gar kein Telefon. Es lässt sich nun telefonisch keine Klarheit verschaffen, wir sind mit dem Danone Joghurt einverstanden. Nun gehts zur Kasse. Die Dame kann die Kasse allerdings nicht bedienen. Sie fängt an das Obst zu wiegen und die Preise einzeln auf einen Zettel zu schreiben. Das zieht sich hin. Inzwischen betritt eine andere Kundin den Laden. Sie braucht eigentlich nur ein Glas Marmelade und stöhnt schon etwas als sie die Bemühungen der Verkäuferin sieht. Wir gewähren ihr selbstverständlich den Vortritt.Die Kundin ergreift nun ihrerseits die Initiative und wiegt unser Obst und Gemüse und notiert mit der Señora zusammen den Namen der Ware und die Preise auf dem Papier. Bei jeder Gemüsesorte versucht sie gleichzeitig Gabriele die richtige portugiesische Aussprache des betreffenden Objekts beizubringen (Gabriele hat das natürlich sofort beim Verlassen des Ladens wieder vergessen und wird weiterhin wie bisher mit ihren rudimentären Kenntnissen in der Landessprache radebrechen)Zum Schluss muss das Ganze noch addiert werden. Die Kundin schlägt vor, den Taschenrechner zu benutzen. Die Verkäuferin stimmt dieser Vorgehensweise zu, da sie die Hauptkasse nicht bedienen kann.Sachkundig wird alles richtig zusammengerechnet und von uns bezahlt- mit einer kleinen Aufrundung für die Bemühungen der Kundin, die es durch ihre tatkräftige Mithilfe geschafft hat, unseren Einkauf zum Ende zu bringen. Nun sitzen wir vor unserem Bungalow, schauen aufs Meer und lutschen an der Melone.

Volksmusik in Nazaré


Descansar- Platz zum Erholen !

So einen langen Radweg haben wir auf der ganzen Tour noch nicht gehabt!

 Supermarkt und Postanlaufstelle in Pedrogão

  
Diese 3 Damen haben viel Spaß !
Rechts die Señora aus dem Supermarkt, daneben im hellen Pulli eine Kundin, die über Taschenrechner die Summe unserer Einkäufe errechnete !

Bungalow auf dem Campingplatz Pedrogão 

wunderschöner Ausblick von der Bungalowterrasse 


Montag, 29. Mai 2017

Nach den verkehrsreichen Radstrecken der Vortage gab sich Herbert viel Mühe mit dem Routen zum nächsten Ziel. Der Navi sah nun mehrere Kilometer Sandstraße als Alternative zur Bundesstrasse vor. Immer noch besser wie LKWs, die mit hohem Tempo dicht vorbeifahren, dachten wir.
Die Sandstraße begann schon kurz nach Peniche. Drei Kilometer, dann haben wir´s ... ab und an, bei tiefem Sand, wird halt geschoben. Ein Stahlseil, das quer über dem Weg hängt, stoppt die Tour. Aushängen geht nicht, es ist an einem Vorhängeschloss befestigt. Wir könnten es hochheben, dann könnte man die Räder unten durch schieben. Hmmm, der Navi zeigt in diese Richtung, der muss es ja wissen. Hmmm, könnte das vielleicht Privatbesitz sein ? Könnte vielleicht ein Hund das Gelände bewachen ?
Wir entscheiden uns fürs Weiterfahren. Herbert wird vorausgeschickt. Er weckt den großen Schäferhund aus seiner gewohnten Siesta. Fast hätte er uns nicht bemerkt. Er korrigiert den schweren Fehler mit lautem Gebell. Ein Glück, dass er an der Kette hängt.
Wir hören ihn noch in einem Kilometer Entfernung als wir zum letzten Dorf zurückkehren.
Nun navigieren wir nach Karte und können auf kleinen Asphaltstraßen schließlich den Ort São Martinho erreichen. Der Ort ist an einer fast geschlossenen Meeresbucht gelegen, die keine Wellen oder Strömungen hat. Gabriele kann dort schön schwimmen.
Gestern gabs dann eine kurze Radtour nach Nazaré.  Der Himmel ist bedeckt als wir starten. Wir überqueren den Berg, als es bei der Abfahrt in den Ort anfängt zu regnen.  Eine Bushaltestelle bietet Zuflucht. In Nazaré angekommen fallen uns die vielen Busse auf, die Touristenschwärme hierher bringen. Am Strand findet eine Meisterschaft im Sandfußball statt. Wir radeln in die Oberstadt. Es geht steil rauf. Gabriele hat gut zu tun.
Hier steht die Kirche, das Ziel der Wallfahrer. Während wir unsere Räder abstellen, kommen 3 Busse aus Kroatien. Das Highlight: Hier gibt es die größten Wellen der Welt. Sie werden im Winter angeblich bis zu 30 Meter hoch.
Es fängt wieder an zu regnen und wir gehen in ein Café. Als es einfach nicht aufhört, buchen wir hier ein gemütliches, preiswertes Zimmer, wo wir nun im Bett den Blog schreiben.


Die Tour ging zunächst über Sandwege ...

... dann auf asphaltierten Wegen durch hübsche Landschaften und Dörfer ... 

... und etliche Kilometer durch Eukalyptuswälder

Die fast geschlossene Bucht von São Martinho

Unsere Unterkunft auf einem Campingplatz 

In der Ferne taucht der Ort Nazaré auf

Kleine gepflasterte Straße an überhängenden Felsen 

Jetzt im Sommer kann man erahnen, dass sich hier im Dezember bzw Januar riesige Wellen auftürmen können-  ein beliebtes Surfgebiet !


Samstag, 27. Mai 2017

Gestern haben wir hier in Peniche einen Ruhetag eingelegt und sind an der Steilküste entlang spaziert. Außerdem war großes Wäschewaschen angesagt.
Die Fahrt von Ericeira führte zuerst über einsame Dorfverbindungen, zum Schluss mussten wir aber leider wieder über verkehrsreiche Landstraßen hierher radeln. Es gab auch einige Höhenmeter zu bewältigen.
Heute werden wir versuchen, die Bundesstraße zu vermeiden und hoffen nicht allzu lange auf Sandstraßen fahren zu müssen.
Die Steilküste ist ein Wunder der Natur. Die Gischt schließt meterhoch empor und hat uns einmal richtig nass gespritzt. Manche Angler haben keinerlei Höhenangst und stehen mit ihrer Angel direkt vor dem Abgrund.
Wir besuchen eine kleine Dorfkirche und stellen dort Kerzen auf für Menschen, die uns am Herzen liegen.
Wir sind beide einig, dass so eine kleine Kirche viel stimmungsvoller ist als die großen Kathedralen mit ihren vielen Kunstschätzen.

Wir freuen uns über jeden Radweg! (nahe der Küste vor Peniche)

Steilküste vor unserem Campingplatz auf der Halbinsel Peniche










Donnerstag, 25. Mai 2017

Am Dienstag fuhren wir aus Lissabon raus- das war Schwerstarbeit- viel Verkehr- über einige Kilometer gibt es einen Radweg, der aber mehrfach unterbrochen ist. Die Weiterfahrt ist mit Detektivarbeit verbunden. Wir besuchen nochmals das ehemalige Kloster Monasteiro de Jeronimos und besichtigen die Innenräume mit den wunderschönen Kreuzgängen.
Danach gibts die Pasteis de Nata in der weltberühmten Antiga Confeitaria "Pasteis de Belem" nebenan. Es geht dort zu wie bei Niederegger in Lübeck :-) Die Touristen stehen schon Schlange vor der Tür !
Nun führt die Route auf der vielbefahrenen Bundesstraße. Teilweise nutzen wir den Fußweg. Der Navi führt uns durch Nebenstraßen, die steil bergauf führen und teilweise mit Pflastersteinen ausgestattet sind.
Wir sind froh, dass wir den Campingplatz bei Cascais heil erreichen. Er liegt wunderschön nahe der Küste in einem Pinienwald.
Gestern hatten wir eine schöne Fahrt über den Berg an der Küste entlang nach Ericeira. Der Weg führt durch urwaldähnliches Gebiet mit sanften Bergauf- und Bergabfahrten. Hier haben wir ein Superquartier in einem Appartement. Gestern Abend haben wir die Gegend erkundet. Hier gibt es eine schöne Bucht mit geringem Wellengang, in der man gut schwimmen kann. Die Felsen sind wie eine kleine Abenteuerlandschaft mit Treppen und Stegen untereinander verbunden.
Das Fischerstädtchen bietet mit seiner hübschen Altstadt eine schöne Atmosphäre.

Heute fahren wir weiter nach Norden.
Schwer schockiert hat uns der Tod der 31-jährigen Julia Viellehner aus Bayern, die in Italien beim Radtraining von einem LKW erfasst worden ist. Wir kennen sie von vielen Veranstaltungen.

Ein Künstler mit seinen Steinmännchen am Hafen Lissabons- alle Steine waren OHNE Klebstoff aufgetürmt worden !

Monasteiro de Jeronimos


Lissabon ist sehr beliebt bei den Touristen. Als wir das ehemalige Kloster verließen, war die Menschenschlange vor der Kasse schon bis zum Park ausgebreitet

Die berühmte Pastelaria von innen ...

Die berühmte Konditorei mit einer Busladung asiatischer Touristinnen

Im Park vor dem ehemaligen Kloster werden die Pasteis sofort verköstigt !
(neben uns eine Dame aus Braunschweig - die Tochter fotografiert uns)

unsere liebsten Radwege ...

... leider können wir diese Straßen nicht immer vermeiden ! Ein Horror !

Unsere Unterkunft auf dem Campingplatz bei Cascais

Herrliche Radwege nahe der Küste auf dem Weg zum Kap (Cobo) da Roca





Diese Jungs sind Anfang April in Karlsruhe gestartet und haben knappe 3000 km hinter sich . 
Sie sind die Route geradelt, die wir noch vor uns haben ! 



Wohin gehts jetzt? Links oder rechts ?

Der schöne Ort Ericeira mit dem alten Dackel Herbert

eine nette Atmosphäre am frühen Abend (der Beutel mußte mit für unsere Einkäufe!)

... ist das nicht nett ? Zwei Damen auf der Bank im Felsgestein an der Küste !


Montag, 22. Mai 2017

Heute haben wir nochmals die Stadt mit dem Rad erkundet. Wir fuhren am Fluss Tejo entlang in den Stadtteil Tejo zu den Wahrzeichen der Stadt: die imposante Brücke über den Fluss, der alte Leuchtturm, der Torre de Belem sowie das Monasteiro de Jeronimos, das ehemalige Kloster. Die alten Fabrikgebäude an denen wir vorbeiradeln, sind mittlerweile als Diskotheken umfunktioniert. Es gibt einen Fahrradweg, der am Fluss entlang führt und der den Leuten auch als Joggingstrecke dient.
Für die Weiterfahrt haben wir aufgerüstet: Herbert hat sich eine Hupe gekauft und für Gabriele wurde ein kleiner Rückspiegel angeschafft. Mit dem neu gekauften Kettenöl läuft die Weiterfahrt wie geschmiert.
Wir nehmen Abschied von unseren Nachbarn im Altstadtrevier: der Seniora, die unsere Fahrräder einquartiert hat, der angolanischen Familie mit 4 Kindern, die über uns wohnen, sowie der Dame mit Hund, die im ersten Stock gegenüber wohnt. Die Wohnungen haben die Fenster nur in eine Richtung zum Innenhof, also ebenso wie wir keine Fenster in Küche und Bad.
Für morgen haben wir eine kurze Etappe entlang der Küste zum nächsten Campingplatz geplant.
P.S.: Gabriele freut sich über den 6. Platz beim Halbmarathon am Sonntag von 46 Frauen !

Parlamentsgebäude

Technik-und Kunstmuseum am Tero

Monasteiro de Jeronimos, das ehemalige Kloster

alter Leuchtturm, Seefahrerdenkmal, Brücke und Jesus Statue

Torre de Belėm

Nachbau des Flugzeuges, mit dem man von Lissabon die erste Südatlantik Überquerung nach Brasilien wagte und schaffte.

Ponte 25 de Abril (erbaut in den 60er Jahren)


Sonntag, 21. Mai 2017

Heute hat Gabriele am Ecomarathon teilgenommen, nicht beim Marathon sondern beim Halbmarathon, der im Rahmen der Veranstaltung ebenfalls angeboten wurde.
Der Start war um 11:00 Uhr. Das ermöglichte entspanntes Aufstehen und Vorbereiten.
Die Veranstaltung fand am oberen Ende des Parks Eduard VII. ihren Anfang. Von dort hat man einen traumhaften Ausblick zum Meer hinunter. Die Strecke führt in, um und auf den Monsanto (heiliger Berg) - das ist ein stadtnahes Waldgebiet mit Trails und schmalen Wegen, nonstop bergauf-bergab. Das ergab einige Höhenmeter, wobei ich zugeben muss, dass ich die steilen Anstiege zu einem großen Teil im Gehen bewältigt habe.
Am unteren Ende des Parks starten die Sightseeingtouren mit Doppeldeckerbussen. Das war dann das Nachmittagsprogramm: Gemütlich sitzen und rausschauen mit Kommentar aus dem Kopfhörer.

Der Samstagabend war der Verabredung mit Antonio und seiner Frau Alda gewidmet. Antonio ist ein Ex Kollege von Herbert . Die portugiesischen Freunde, die wir schon lange kennen und einige Male besucht haben, wollten uns etwas Besonderes bieten und fuhren mit uns im Auto nach Seixal, einem Fischerdorf auf der anderen Seite des Flusses Tejo. Dort konnten wir noch bis in den späten Abend im Fischrestaurant gemütlich zusammensitzen und essen.

Morgen sind wir noch einen Tag in Lissabon, der ist auch dem Entspannen gewidmet.




Natürlich kommt kein Doppeldeckerbus in die engen Gassen der Altstadt. Dafür warten an bestimmten Plätzen TUK TUKs (einige mit Batterieantrieb , andere mit Zweitakter Umweltverpestung) Diese Touren sind ergänzend zu buchen .....


Die richtige Entspannung startet mit diesen roten Bussen: Stadtbesichtigung im Sessel !

Entspannungs- und Muskeldehnungsphase nach dem Halbmarathon

Das Ziel ist erreicht! 

Man kann es sich kaum vorstellen, daß dieser Wald auf dem Berg Monsanto so stadtnah liegt!



Sonntag gabs den langersehnten 21km Lauf für Gabriele

Samstag war der Einkaufstag mit Besichtigung. Die Stadt der 7 Hügel ist eigentlich für normale Fahrräder ungeeignet .....

... ein geklautes Internetfoto vom Fischerdorf Seixal


Netter Abend mit Antonio und Alda in Seixal


Frühstück am nächsten Morgen ! Wir stellen den Tisch vor die Tür und "erweitern" unsere Unterkunft durch eine Veranda  :-)

Nachdem wir die Unterkunft gefunden haben, brechen wir noch zu einem Spaziergang auf

Überall saßen Touristen vor den Häusern - Livemusik (Fado) verschönerte die Atmosphäre

Die Suche nach dem Quartier ist mühsam, da die Altstadt eng und die Gassen steil sind. Eine Treppe ist ebenfalls zu bewältigen!

Lissabon ist in Sicht !


In Barreiro nehmen wir die Fähre nach Lissabon (die beiden großen Brücken sind für Fahrräder gesperrt)

Diese Burg liegt hoch oben auf dem Berg (das war aber nicht unser Ziel)

...  aber dann kam der Sandweg                       

.... noch sind die Straßen asphaltiert

Wir lassen Setúbal hinter uns und nehmen den verkehrsarmen Weg über den Berg

Samstag 20. Mai 2017

Wir sind nun in Lissabon eingetroffen. Auch hier haben wir ein Appartement gebucht. Es liegt im Parterre in der Altstadt in einem kleinen Hof. Es war schlecht bewertet, daher relativ preiswert. Trotzdem schauen wir etwas dumm, als uns Stockbetten in einem garagenähnlichen Raum erwarten. Wir machen das Beste draus, stellen den schmalen Tisch raus und nutzen den Hof als erweiterten Frühstücksraum. Die einheimischen Nachbarn sind sehr nett.
Die gestrige Tour war ebenfalls etwas abenteuerlich. Es ging steil bergauf. Gabriele (wir erinnern uns: sie fährt ohne Motor) musste einige Male absteigen und die Tomaten und Orangen den Berg hoch schieben. Pause gabs erst oben. Auch der Navi spielte uns einen Streich: Er wies uns einen Weg an, den es garnicht gibt. Also gings auf der Sandstraße weiter. Aber die Aussicht war top und die  Landschaft traumhaft. Nach einem kurzen Stück auf der verkehrsreichen Landstraße erreichten wir die Fähre von Barreiro nach Lisboa.
Gestern Abend strichen wir dann noch durch die schmalen steilen mit Pflaster bedeckten Gassen in der Altstadt von Lissabon. Überall sitzen die Leute draußen und essen. Es ist eine fröhliche Mischung von Einheimischen und Touristen.


Freitag, 19. Mai 2017

Gestern Abend war die Laune nicht mehr so gut.
Wir hatten zwar kaum Steigungen aber richtig starken Gegenwind, der uns fast vom Sattel blies. Das ist so, wie wenn man immer bergauf fahren muss. Herbert schaltet eine höhere Unterstützungsstufe ein, Gabriele strampelt wie wild und kommt nur langsam voran :-)
Zuletzt ging es über ein Landzunge zur Fähre nach Setúbal. Der Navi führt uns an der Autofähre vorbei ans Ende von Troja, wo die Fußgängerfähre abfährt. Wir hätten sie gerade noch geschafft, als wir feststellen, dass Fahrräder nicht als Fußgänger zählen, sondern mit der Autofähre mitfahren müssen. Also gehts wieder zurück.
Die Rückfahrt ist aber in Minutenschnelle absolviert. Das geht ja mit kräftigem Rückenwind wie eine Rakete.
In Setúbal haben wir wieder ein Appartement von einer jungen Dame gemietet. Appartements kann man auch für eine Nacht buchen und man hat Küche und alles dabei. Wir können dann selbst kochen. Das ist uns lieber, weil wir dann Gemüse, Fisch Salat usw. essen, was ja für die Erhaltung der Ausdauer wichtig ist.
Das Appartement liegt direkt in der Stadt in der Nähe des Hafens. Wir besuchen den Markt und die Altstadt. Auf dem Titelbild (fast) aller Zeitschriften ist das Konterfei von Salvador Sobral zu bewundern, der völlig überraschend den Eurovision Song Contest gewonnen hat. Da können die Portugiesen wirklich stolz sein, ein Lied ohne jedes große Getöse, dafür mit viel Gefühl gesungen. Genau richtig für das Land, wo der Fado Musikstil beheimatet ist.

Manche Leute, wie auch unsere junge (finanziell gut ausgestattete?)Vermieterin, haben Ideen, kaufen ein altes Haus und lassen es dann renovieren, um es an Touristen zu vermieten. Hier riecht alles noch nach Farbe. Die Wohnungen sind ganz neu renoviert. Vielleicht hat die junge Dame auch einen reichen Papa ... wir wissen es nicht.

Dünen-Bundesstrasse zur Landzunge

Landzunge mit Reisanbauflächen....

... und Fischerboote, die bei Ebbe im Sand stehen

Fähre nach Setúbal


Marktbesuch


Auf Grund der Anfrage einer fleißigen Leserin noch die Zusammensetzung der Kleidung in den Radtaschen:
Gabriele führt 3 Paar Schuhe mit: Turn, Lauf- und Radschuhe(= für alle Sportarten insgesamt 1 Paar von Nike Natural Running), Sandalen und Flip-Flops. Neben Sportsachen für unterwegs ist ein Knautschrock und ein Knautschkleid (in Granada gekauft) im Gepäck. Außerdem eine normale lange Hose, Pullover, Jacke und Regenjacke.
Natürlich muss man da unterwegs öfters waschen. Die Wäsche trocknet ja am Fahrrad im Fahrtwind.
Die Taschen am Vorderrad sind für Kochtöpfe, Kocher, Besteck (rechts), sowie Lebensmittel (links) vorgesehen.


Donnerstag, 18. Mai 2017

Gestern radelten wir um die Raffinerie von Sines herum nach Norden. Der Wind kam wieder von vorn. Wir hatten uns für den letzten Campingplatz vor Setubal entschieden. Der Weg führt bergauf bergab. Jetzt wars aber bestimmt der letzte Hügel, es kommt aber noch einer und noch einer und noch einer…
Am Ende werden wir mit einem Traumquartier belohnt ! Wir kriegen noch einen Bungalow, so dass wir das Zelt in der Hülle lassen können. Der Platz ist großzügig hügelig im Pinienwald, eingebettet in einer fantastischen Dünenlandschaft. Das Steilufer ist überwältigend. Schwimmen im Atlantik trauen wir uns wegen der starken Brandung nicht- aber es gibt ein großes Schwimmbecken.

Heute gehts weiter nach Setubal, wo ein Appartement auf uns wartet. Die Radtour führt durch den Naturpark Arrábida. Freitagabend möchten wir in Lissabon eintreffen.

Von unserem Campingplatz bei Sines schoben wir die Räder auf einem Fußweg durch die Dünen ....

... und "Bambustunnel"...
... auf den verkehrsarmen Radweg am Meer. Im Hintergrund ist das Industriegelände von Sines zu erkennen. 

... nun wissen wir, warum der Campingplatz bei Sines so laut war. Es war nicht nur das Meeresrauschen, sondern auch die Raffinerie! 

Der neue Campingplatz gefiel uns besser ... ! Von hier sind es nur noch 100 km nach Lissabon

Der "Campesino" liegt wunderschön am Meer

Leider war die Brandung für ein Bad im Atlantik zu stark. Aber die Natur hat an der Küste auch andere Schönheiten zu bieten.

... ein ausgiebiges Frühstück im Bungalow kurz vor der Weiterreise !

Die Stadt Sines hat uns nicht gefallen. Lediglich der Hafenbereich mit Strand und gebändigtem Atlantik war schön. Gabriele war nicht zu halten und nutzte die Gelegenheit fürs Schwimmen.

Dienstag, 16. Mai 2017

Gestern sind wir vor Sines auf dem Campingplatz angekommen. Wir haben einen kleinen Bungalow gebucht und haben uns soeben spontan entschlossen, einen weiteren Tag hier zu verbringen.
Die Etappe am Sonntag ging richtig in die Berge. Insgesamt haben wir ca. 1000 Höhenmeter bewältigt und kamen am Abend in Odeceixe an. Wir sehen noch die verbrannten Waldflächen, die dem großen Feuer im letzten Sommer zum Opfer gefallen sind. Aber die Natur erholt sich schnell, das ist auch deutlich zu sehen.
Odeceixe: dieses Dorf ist ein Geheimtipp ! Aber euch vertrauen wir ihn natürlich an !
Es ist noch in ganz ursprünglicher Form erhalten und wird auch in dieser Art gepflegt. Der Dorfkern liegt im Flusstal. Wir kamen von oben und fuhren den steilen gepflasterten Weg zu unserer Unterkunft hinab. Es gibt noch einen Dorfwaschplatz, wo die Leute ihre Wäsche waschen können, der auch genutzt wird.
Zum Meer hin sind es 3 km. Dort ist die Landschaft fantastisch: Steilküste mit Felsen, der klare Fluss, der in das Meer mündet, Sandstrand, farbenprächtige Dünenlandschaft und viele blühende Pflanzen  (Branko, da müsst ihr hin !) . Gabriele kann im Fluss gegen den Strom auf der Stelle schwimmen. Die Brandung im Meer war Gabriele zu stark.
Am Montag gings weiter, weil wir den Bungalow in Sines schon gebucht hatten. Wir hatten mit viel Gegenwind zu kämpfen, kamen aber am Abend gut dort an.
Schön ist auch Vila Nova de Milfontes mit seinem breiten Fluss Mira, der dort ins Meer mündet und dem Steilufer. Dort kamen wir unterwegs vorbei.

endlose Serpentinen, umsäumt von verbrannten Bäumen




unsere Unterkunft in Odeceixe


Auf dem Weg zur malerischen Bucht passiert man diese tolle Flußlandschaft- ideal für Wanderungen

Wir haben das Paradies entdeckt, die Bucht mit Strand nahe von Odeceixe

Gabriele findet die Brandung zu stark ...

... und verlegt die Schwimmaktion in den Fluß !



Sonntag, 14. Mai 2017

Heute ist wohl Nationalfeiertag in Portugal- wegen dem Muttertag ? Nein: Portugal hat den Eurovisons Song Contest gewonnen.Wir gratulieren und sind gespannt, ob wir heute auf der Straße etwas davon bemerken.
Gestern haben wir wieder einen Ruhetag eingelegt und sind durch die Stadt Silves spaziert. Wieviele Störche wir in den letzten Tagen gesehen haben ! So viele wie in unserem ganzen Leben nicht ! Hier kreisen sie zu siebt, zu acht über der Stadt. Die Nester sind auf den Dächern, Schornsteinen oder Pfählen. Man sieht die Jungen, die ihre Köpfe aus dem Nest strecken und wie sie von den Eltern gefüttert werden.
Anscheinend ist hier die landwirtschaftliche Welt- in Silves voller Orangenbäume - noch am Leben und in Ordnung.
Wir haben die Burg der Stadt besucht und eine Bauchtanzvorführung sowie das Gleiten eines kleinen gezähmten Steinadlers verfolgt.
Danach suchen wir das Haus von deutschen Freunden auf, das sie hier gekauft haben um dort ihre Ferien und ihr Rentenalter zu verbringen.  Am Rückweg besuchen wir noch den Hügel gegenüber der Stadt, wo wir an einer abgebrochenen Straße eine große Bienenfarm entdecken.
Heute haben wir eine schwierigere Tour vor mit einigen Höhenmetern. Wir wollen nämlich am nächsten Freitag in Lissabon eintreffen.
Im nächsten Quartier gibt es kein Internet.



Schöne Frau in schöner portugiesischer Landschaft

Schon von Weitem ist die Burg der Stadt Silves zu erkennen

Altstadtgasse in Silves

Sicht von der Burg auf die Stadt




mein Oldtimer Bentley vor der Kirche

Blick über das Arade Tal von der Terrasse des Hauses unserer Freunde

mittelalterliche Brücke über den Fluß Arade 


Freitag, 12. Mai 2017

Das kleine Städtchen Faro mit ca 40 000 Einwohnern ist wirklich ein Besuch wert !
Es liegt in der Algarve und spielt mit seinem Schiffs- und Flughafen eine große wirtschaftliche Rolle - auch im touristischen Sinn.
Es wird von einer Lagune geschützt, die heute ein Naturschutzgebiet darstellt.
Die Geschichte dieser Stadt ist interessant (siehe Wikipedia)

Uns hat besonders die Altstadt gefallen. Wir schlenderten durch die engen Gassen und bewunderten die hübschen Häuschen, die sich größtenteils im gut renovierten Zustand präsentieren.
Auffallend waren die vielen Störche, die fast alle Kirchtürme besetzen. Zunächst dachten wir, dass die vielen Touristen die Gebäude bewunderten, bis wir bemerkten, dass die Störche die Attraktion sind.

Heute reisen wir weiter nach Silves, ein hübscher Ort am Fluß Arade. Diese Kleinstadt liegt ca 15 km von der Küste entfernt und besitzt u.a. eine gut erhaltene Festung. Wir haben ein Hotel an der römischen Brücke gebucht.
Freunde, die Herbert vom Portugiesischunterricht kennt, haben sich in der Nähe von Silves ein Häuschen gekauft. Wir möchten "Casa Bavaria" einen Besuch abstatten.

Der Magnet für Herbert ist in jeder Stadt der Markt ! Es ist immer wieder ein tolles Erlebnis, die vielen Verkaufsstände mit ihren Kunden zu sehen.

Der Fischstand darf in keiner Markthalle einer Küstenstadt fehlen

Hier kaufte ich leckere Erdbeeren. Die Verkäuferin wollte nicht mit aufs Foto.


Der Supermarkt "Zuckerbrot" liegt in der unteren Marktetage - er hat für mich etwas Besonderes zu bieten: 
Es waren 7 Kassen geöffnet, davon 6 Kassen ohne KassiererIn. Jeder Kunde, der diese Kassen benutzt, soll seine Waren selbst registrieren und mit Bargeld oder Karte bezahlen. Unweit dieser personallosen Kassen saß ein Herr vor einem Monitor mit 6 kleinen Rechnungsfenstern. Offenbar konnte er mit einem Auge die Kunden kontrollieren und mit dem anderen Auge seinen Bildschirm :-)


Vor diesem hübschen Stadttor standen viele Touristen....

... die Attraktion sind hauptsächlich die Störche


diese kleine Gasse führt zum Platz Largo da Se ...

... wo sich u.a. die Kathedrale und das Rathaus befindet

Rathaus von Faro

Festung von Faro gen Osten

Festung, Stadt und Flughafen gen Westen

Convento de nossa senhora mit Museum

Kathedrale

Blick vom Kirchturm 


eine der vielen Fußgängerzonen in Faro


Donnerstag, 11. Mai 2017

Gestern haben wir nur eine kurze Radstrecke bis nach Olhão zurücklegen brauchen. Dieser Ort liegt 8 km vor Faro und bietet uns ein bezahlbares und kurzfristig buchbares Appartement als Übernachtungsplatz bis Freitag. Es stellte sich dann später heraus, dass diese Unterkunft in einem normalen Wohnblock liegt und ein Nachbar es trotz Genehmigung des Appartement Vermieters nicht so nett fand, dass wir unsere Räder im Treppenhaus abstellten. Das Ergebnis waren zwei platte Reifen, die offenbar mit einer Nadel "behandelt" wurden.
Diesen Schäden habe ich wieder repariert, sodass wir gleich nach Faro aufbrechen können.
Bayern hat das langersehnte Hoch, im Süden Portugals ziehen pechschwarze Wolken auf.
Schaun wir mal, was der Tag bringt !


Dienstag, 9. Mai 2017

Gestern haben wir einen Lauf- und Strandtag eingelegt. Das muss ja auch mal sein, wenn wir überwiegend an der Küste entlang fahren. Ein kleiner Sonnenbrand war das Ergebnis.
Der Badeplatz liegt an der Einmündung eines Flusses, so dass das hereinfliegende Meer und der einmündende Fluss eine interessante Strömungsmischung ergeben. Gabriele versuchte gegen die Strömung zu schwimmen und konnte sich gerade mal auf der selben Stelle halten.
Heute haben wir die Radtour fortgesetzt und haben mit Hilfe der Fähre über den Grenzfluss Guadiana PORTUGAL erreicht. Der Tacho des Elektrorads zeigt insgesamt 2067 geradelte Kilometer in Spanien und Portugal  (7% Ungenauigkeit abgezogen :-))
Der Zustand der Straße auf den ersten gefahrenen Portugalkilometern ist im Vergleich zu Spaniens Straßen schlecht. Das wird sich sicherlich noch ändern, wenn wir in andere Gebiete kommen.
Trotz Gegenwind kommen wir gut voran.
Herbert konnte in Tavira ein Appartement buchen mit Piscina und Küche, so dass wir endlich mal wieder Kartoffeln kochen können :-)
Morgen fahren wir nur eine kurze Strecke bis kurz vor Faro. Dort wollen wir einen weiteren Tag bleiben, um Strand und Stadt zu erkunden. Freunde von uns möchten dort Ende Mai ihren Urlaub verbringen.
Trainingslauf mit Unterbrechung 

... zum Schwimmen

Sogar im Strandbereich finden sich blühende Pflanzen 


Abschied von Cartaya mit neuem Outfit von Scheich Herbert

Die Kleinstadt Lepe schmückt ihre Straßenränder mit Blumen

Wir haben den Grenzfluß Guadiana erreicht...

... mit einer kleinen Fähre gehts nach Portugal

insgesamt 4 Fahrräder und ca 25 Touristen befinden sich auf der Fähre - Autos benutzen die Autobahnbrücke

Abschied von Spanien (im Hintergrund die Stadt Ayamonte)

Die portugiesische Stadt Vila Real ist der Anlegepunkt

Portugal ist nach 2043 Radelkilometer erreicht !

Montag, 8. Mai 2017

Heute sind wir in El Rompido im Landgasthof San Miguel.
Gestern Abend haben wir uns hier einquartiert, nachdem uns der ursprünglich avisierte Campingplatz nicht einladend erschien.
Am Sonntag gabs eine lange Tour entlang der Landstraße- immer am Naturschutzgebiet entlang, das durch hohe Zäune von der Straße getrennt ist. Man muss festhalten: Spanien macht sehr viel (mit Hilfe von EU-Mitteln) für den Naturschutz. Weite Teile sind bewaldet, bzw. aufgeforstet worden. Die Dünenlandschaft wird durch Baum- und Buschbepflanzung gut erhalten. Zugänglich ist das Gebiet nur an einzelnen Parkplätzen mit einem Steg zum Meer (siehe Foto Playa de Mazagón)
Wir machen dort einmal Pause zum Essen und damit Gabriele im Meer schwimmen kann.
Auf der Landstraße erreichen wir Huelva. Diese Stadt wollen wir umfahren. Am Hafen gibt es eine Fußgänger- und Radlerzone. Plötzlich ruft uns jemand zu: "Tachchen". Er hat an unserer Unterhaltung erkannt, dass wir Deutsche sind. Wir erzählen etwas von unserer Reise. Die Leute kommen aus Wuppertal und machen hier Urlaub.
Es ist nun schon Nachmittag und richtig heiß. Wir steuern ein Café an, und möchten ein Eiscafé bestellen. Das gibt es hier (in dieser Region?) in Spanien anscheinend nicht. Die junge Servicemitarbeiterin gibt sich aber nicht sofort geschlagen, sondern bespricht sich mit ihrem Kollegen. Sie fragt uns noch einmal, ob da wirklich nur Vanilleeis reinkommt und nicht Erdbeere oder so was. Sie bespricht sich nochmals mit ihrem Kollegen und bringt schließlich wirklich eine neue Kreation ihres Lokals: Zwei Eiscafés. Zum Schluss haben wir dann noch Mühe, dass sie das Trinkgeld überhaupt annimmt !
In den Stadtausgangsstraßen von Huelva haben wir auch noch Polizeischutz durch ein Polizeiauto, das in Fahrradgeschwindigkeit hinter uns herfährt als wir kurzzeitig eine verkehrsreiche Straße befahren müssen.
Dann gehts aber auf den "grünen Fahrradweg" weiter durch das Naturschutzgebiet über die große Brücke des Rio Tinte bis ans Meerufer, wunderschön !
Das Ende ist mit einem Rondell gut abgesichert, damit keine Motorräder reinfahren können. Wir haben allerdings Mühe mit unseren Gepäcktaschen vom Radweg wieder auf die Straße zu wechseln- große Stempen versperren den Weg. Glücklicherweise hilft Herbert ein muskulöser Strandbesucher das schwere E-Bike durch die Absperrung zu heben.
Heute morgen sitzen wir auf der Terrasse des Landgasthofs San Miguel und blicken aufs Meer. Wir werden noch einen Tag hier bleiben. Der Landgasthof liegt auf einer Anhöhe und ermöglicht einen Rundblick.

Wer vermutet solche schönen Blüten bei Kakteen 

Der Weg durch die Dünen zur Playa de Mazagón

Nach 1,5 km Bretterweg durch wunderschöne Dünenlandschaft erreichen wir den Strand


Das Steilufer erinnert an Kreidefelsen

Es geht weiter durchs Hafengebiet von Huelva und über endlos lange Brücken

Disteln in herrlicher Blüte

Der Wind an der Küste ist kälter als im Landesinneren, jedoch die Sonne intensiv

Naturschutzgebiete mit Pinien sind häufig zu finden


Samstag, 6. Mai 2017

Den Donnerstag haben wir nochmals in Sevilla verbracht und den Palast Alcazar angeschaut. Außerdem gabs eine Falmencovorführung in der Innenstadt. Herbert hat eine Stadtrundfahrt mit dem Fahrrad gemacht. Sevilla ist voller Sehenswürdigkeiten - ein 2 wöchiger Urlaub in dieser Stadt ist angemessen.

Sevilla besitzt sehr gute Radwege- hinten links der goldene Turm am Fluß Guadalquivir

Galerie des Königspalastes Alcazar


Der Freitag war Gegenwindtag. Bei starkem Wind- immer von vorne- schlugen wir uns bis nach El Rocio durch. Hier gibt es einen Campingplatz direkt am Naturschutzgebiet Donaña. Spontan haben wir uns entschlossen hier noch einen Tag zu bleiben.
Wir wandern am Dorf entlang, sind aber schnell am Ende, da das Naturschutzgebiet durch Zäune gesichert ist. Im Dorf gibt es keine geteerten Straßen, nur Sandwege. El  Rocio ist ein Wallfahrtsort. Es gibt eine sehr berühmte Kirche mit der goldenen Madonna. Im Dorf fahren hauptsächlich Kutschen, da es für normale Autos fast unpassierbar ist. El Rocio liegt einzigartig am Arroyo de la
Romina, einem Flachwasserlauf mit einer Vielzahl an Vogelarten, mehreren Vogelwarten und einem Besucherzentrum.
Wir schließen uns einer geführten Tour mit einem geländegängigen Bus an, der durch die Sandpiste in das Gebiet Donana fahren kann. Wir können die weiten Waldflächen und Marschlandflächen sehen, auf denen die Tierwelt ungestört leben und brüten kann. Viele Storchenpaare brüten hier, wenn sie nach dem Winter aus Afrika zurück kommen. Es gibt viele Flamingos, verschiedene Reiher und Raubvögel wie Bussarde, Schwarz- und Rotmilan.

Die Jungfrau von El Rocio (Foto Altar der Basilika)

Naturschutzgebiet neben Wallfahrtsort 

Panoramafoto- bitte anklicken, dann vergrößert es sich








Mittwoch, 3. Mai 2017

Wir haben vor, 2 Tage in Sevilla zu bleiben.
Heute haben wir uns die Feria angeschaut. Das ist sozusagen das Oktoberfest in Sevilla - für Spanier, nicht für Touristen ! Die Spanier nennen das Fest "Aprilfest" bzw. "Frühlingsfest".
Man fühlt sich in die Zeit vor einem Jahrhundert zurückversetzt. Überall fahren Pferdekutschen herum, die die Leute zur Festwiese bringen. Die Pferde sind prächtig geschmückt. Die Damen tragen Flamencokleider in allen Farben und Mustern. Bis zum Knie sind sie eng, um dann mit vielen Rüschen bei jedem Schritt herumzuwirbeln. Diese Kleider gehören zur Feria wie das Dirndl zum Oktoberfest.
Damit kann man natürlich nur im Damensitz reiten. Fahrradfahren geht überhaupt nicht - also nichts für Gabriele !
Auf der Festwiese treffen sich die Leute, essen und trinken. Es gibt Musik und Tanz. Die Festzelte ähneln Bretterbuden, wie man sie aus alten Western kennt.
Wir verabschieden uns und besuchen den Plaza de España, der inmitten eines botanischen Parks (Maria Luisa Park) liegt (weitere Infos unten bei den Fotos). Die hohen Bäume bieten Schatten, in dem die Temperatur immerhin auch schon bei 30 Grad liegt.
Herbert hat vormittags den Palast Alcazar besucht. Die Besucherschlange war noch moderat (30 min warten), sodass jeder Tourist hineingelassen wurde. Dieser berühmte Palast, der zu den großen Sehenswürdigkeiten wie die Alhambra in Granada zählt,  ist ursprünglich ein maurisches Fort gewesen und wurde nach Eroberung durch die Spanier als Königspalast umgebaut. Bis heute wird Alcazar von der Königsfamilie bewohnt, wenn sie in Sevilla verweilt.

Opiumanbau :-) , auf diesem Feld breitet sich der Klatschmohn stärker aus als das Getreide

etliche Kilometer wird diese Teilstrecke von Oleander umsäumt

nicht nur die Schafe haben Durst: Mittagspause nach 50km

Königspalast Alcazar





Wartezeit ca 45 min vor dem Palast

Im Jahr 1992 gab es eine Expo in Sevilla - auf diesem Platz findet die Fiesta statt.


















Herbert ist fasziniert von den vielen Pferden und den Kutschen






Plaza de España soll zur großen Weltausstellung 1929 entstanden sein.
Das Gebäude wurde halbkreisförmig angelegt. Es soll eine Umarmung der südamerikanischen Kolonien durch Spanien symbolisieren.






Dienstag, 2. Mai 2017

Heute Abend sind wir in Sevilla in der Jugendherberge angekommen.
Die Radtour verlief übers Land überwiegend über flaches Gelände nachdem wir die Weinberge von Jerez de la Frontera überwunden hatten. Wir fahren neben Bewässerungskanälen, die für die Landwirtschaft angelegt wurden, auf einsamen Nebenstraßen.
Heute ist der erste richtig heiße Tag. Man merkt, dass wir uns von der Küste entfernen und der kühle Wind ausbleibt. Herbert fährt zum ersten Mal kurzärmlig Fahrrad  :-)
Gestern haben wir Cadiz besucht und die Kathedrale mit deutschsprachigem Audioguide besichtigt. Der Markt war auch interessant, obwohl wegen des Feiertages nur die Imbissstände geöffnet hatten. Mit den Rädern sind wir kreuz und quer durch die schöne Altstadt gefahren und anschließend rundum Cadiz (Halbinsel).
Gabriele nutzte die letzte Gelegenheit um noch einmal im Meer zu schwimmen.
Die Fahrt von Jerez nach Cadiz haben wir mit dem Regionalzug unternommen, wo wir die Fahrräder mitnehmen konnten. Das Gepäck blieb inzwischen in der Herberge.

Rathaus von Cadiz

Kathedrale

es faszinieren uns die engen Gassen der Altstadt

Abschied mit Bad von der Küste

das wunderschöne Gebäude der Post von Cadiz


Montag, 1. Mai 2017

Gestern haben wir den SherryMarathon besucht bzw. die Begleitveranstaltung über 10 km. Der Besuch der Stadt Jerez war eigens wegen dieser Veranstaltung von Gabriele gewünscht worden. Nun muss sie natürlich auch starten.
Da keine Startnummer mehr zu ergattern war, der Lauf war anscheinend mit ca. 200 Leuten schon am  Limit, lief ich ohne Nummerierung.
Die Strecke hatte ihre Highlights: Ausgehend vom Luz-Shopping-Center am Stadtrand führte sie in die Weinberge des Titelsponsors. Es gab also durchaus einige Höhenmeter zu erklimmen. Bei km 9,3 war zwar das Ziel noch nicht in Sicht, trotzdem setzte ich zum Endspurt an nicht ahnend, dass das Ziel noch über 4 km auf sich warten ließ. 10 km heißt also auch mal 14 km. Heute spazieren wir durch Cadiz und pflegen die überanstrengten Beine.






Jezez und die große Kathedrale

 Das Rathaus  von Jerez

Jerez ist eine gepflegte schöne Stadt und nicht so hektisch wie die Bettenburgen an der Küste.

Beim Spaziergang durch Jerez stießen wir auf dieses nette Schild. Wir setzten uns ins Café und genossen den Apfelstrudel !

Es gibt viele Bodegas (mehr als 10 große Weinkellereien gibt es in dieser Stadt). In der Umgebung findet man viele Weinanbaugebiete. Dieses Foto präsentiert den Wein / Sherrykeller des Hauptsponsors



Sherryprobe in einer Musikbar auf dem Marktplatz

Salpicon Marisco  (Sardellen) - vielleicht schmeckte mir deshalb der Sherry nicht!


wunderschöne Pinienwälder zogen an uns vorbei auf der Radtour nach Jerez
Spanien tut viel für ihre Naturschutzgebiete 


Unsere Übernachtungsjugendherberge in Jerez. Innen hochmodern, außen eher abschreckend. 



Samstag, 29. 4. 2017 

Heute sind wir in der Jugendherberge in Jerez de la Frontera eingetroffen. Wir sind deshalb hier gelandet, weil Gabriele dort morgen einen 10 km-Lauf mitmachen möchte. Der Lauf wird im Rahmen des Sherry-Marathons organisiert. Sherry ist der Titelsponsor. Diese Stadt steht im Zeichen hochprozentiger Getränke, vermutlich dienen sie manchem Marathonläufer als Verpflegung auf der Strecke.
Da haben nüchterne Läufer gute Siegchancen.
Gabriele hat sich allerdings kurzfristig in Kombination mit der Radtour zur Teilnahme entschlossen. Eine Nachmeldung ist nicht möglich, das hätte man sich vor 2 Wochen überlegen sollen. Gabriele wird daher morgen ohne Startnummer mitmachen.
Wie ihr seht, fehlt der Freitag:
Dieser Tag wurde mit Lesen und Spazierengehen verbracht. Es regnete "cats and dogs" wie die Engländer sagen.

Wir kamen am Donnerstagabend in Conil an. Das ist eine von vielen Deutschen gern besuchte kleine Stadt am Meer. Wir hatten vor, den Campingplatz aufzusuchen. Dafür radelten wir den Berg hinauf, dann versehentlich in eine Sackgasse runter und hatten dann keine Lust mehr. Wir entschieden uns spontan doch lieber ins Hotel zu gehen.
Welch eine glückliche Entscheidung !
Um ca. 22:00 Uhr hören wir ein völlig ungewohntes Geräusch von draußen: Es regnet und donnert ! Der erste Regen seit Beginn der Tour !
Es regnet nicht nur die Nacht durch sondern auch den ganzen Freitag bis Samstagmorgen.
Die Straßen sind überflutet. Im Zelt wären wir davon geschwommen.

So fahren wir erst am Samstagmorgen weiter.
Die Radstrecke ist flach und wunderschön, kaum Autoverkehr vorbei an Pinienwäldern durch Naturschutzgebiete. Wir sind mit Rückenwind nach knapp 3 Stunden in Jerez.
Diese Stadt ist zwar nicht so touristisch erschlossen, hat aber auch viel zu bieten: Eine Stadtmauer, Stadttor, mehrere schöne Kirchen, große Fußgängerzonen, lustig feiernde Leute.
Die Jugendherberge ist gut frequentiert.... wir hoffen auf einigermaßen ruhigen Schlaf.


Donnerstag, 27. 4. 2017

Heute sind wir mit den Fahrrädern von Tarifa nach Nordwesten abgebogen. Hier gibt es überall Naturschutzgebiete mit dichten Pinienwäldern, die im Sand gewachsen sind.
Nachdem wir keinen guten Campingplatz am Meer gefunden haben übernachten wir in einem Hotel direkt an der Küste in Conil de la Frontera.
Heute hatten wir wieder ein paar Höhenmeterchen zu überwinden und Wind von vorne, haben aber alles gut gemeistert.
Abends setzt der erste Regen während unserer Reise ein. Wie schön, dass wir heute nicht im Zelt übernachten :-))
Gabriele freut sich morgen aufs Schwimmen im Meer



wo man hinschaut- überall sieht man Windenergieparks


2. Frühstück im kleinen Ort El Palmar


wenn die Pinien nicht wären, könnte man vermuten in der Lüneburger Heide zu sein....



Cabo de Trafalgar 


Dienstag und Mittwoch, 25. + 26. 4.2017

Dienstag haben wir zunächst mit Rückenwind uns auf die Tour nach Algeciras gemacht.
Algeciras ist eine große Hafenstadt, von wo ein reger Schiffsbetrieb nach Marokko herrscht. Schon von weitem sieht man die große Hafenanlage, die zu unserer Überraschung mit sehr ruhigen schönen Radwegen bestückt ist. Kurz vor dieser Stadt, die ich zuletzt 1974 als Tor nach Afrika nutzte, mussten wir allerdings noch auf einer autobahnähnlichen Schnellstrasse unsere Konzentration auf viele Autos lenken.





Hinter Algeciras wartete ein 340m Berg auf uns. Für Gabriele mit Gegenwind eine besondere Herausforderung !


Gabriele und der Kioskhund ruhen sich auf dem Mirador del Estrecho aus !


Normalerweise sieht man von diesem Mirador das 15 km entfernte Afrika....
Wir erkennen das Gebirge von Marokko nur schemenhaft, da es sehr diesig ist.
Die Kühe (unsere ersten in Spanien!) sind besser zu sehen.


Jetzt gehts im Schuß runter zum südlichsten Punkt Europas: TARIFA.


Die Kleinstadt Tarifa besitzt noch eine kleine vorgelagerte Halbinsel, die allerdings militärisch genutzt wird und deshalb nicht besucht werden darf. Tarifa hat eine hübsche Altstadt, die zum Bummeln einlädt.


Wir verabschieden uns von Tarifa und radeln in Richtung Punta Paloma.
Hier möchten wir auf dem Campingplatz einen Ruhetag einlegen.
Am Himmel sind hunderte Drachen zu sehen. Wir befinden uns im Eldorado für Kitesurfer.


Am Mittwoch nehmen wir uns etwas Besonderes vor. Wir verlassen meerseitig über einen kurzen Steg den Campingplatz und ....



.... und gelangen zu einer großen Lagune.



Im Hintergrund sind die Berge in Richtung Cádiz zu erkennen, die wir in den nächsten Tagen durchqueren.


Wir gelangen über den Mittelstreifen (herrlichster Strandsand!) zu der 4 km entfernten Stadt Tarifa.
Gabriele hat sich ein Besuch in der städtischen Piscina vorgenommen und ich den Besuch eines kleinen Restaurants mit WLAN Anschluss zum Blogschreiben.  So hat jeder seinen Spaß ! 


Montag, 24.4.2017

Nun haben wir Gibraltar erreicht. Der große Felsen ist schon von weitem zu sehen. Nach Osten fällt er steil ab, von Westen her kann man von der Stadt aus gut aufsteigen (420 hm). Wir finden einen schönen Bergpfad und können oben die Affen begrüßen, die hier wild leben. Füttern ist zwar verboten, aber sie halten sich trotzdem ganz gern an die Touristen. Ein Affe hat eine Tüte mit Studentenfutter erwischt, die er genüßlich auffrisst. Die Affen setzen sich auf die Taxis und fahren eine kleine Strecke mit, um von den Touristen etwas Futter zu ergattern. Den Abstieg zur Stadt nehmen wir über die Treppe, die an einer Mauer entlang hinunter führt, anscheinend ist das Weltkulturerbe.
Gibraltar ist englisch, auch die Währung ist Pfund. Es gibt unten das weltberühmte englische Essen: Fish and Chips.
Wir verzichten und gehen am Abend im spanischen Grenzort La Linea zum Fischessen, wo wir auch übernachten.





Auf dem Weg zur Felsspitze (420 Höhenmeter) wandern wir durch tropische Vegetation. 








Diese endlose Schutzwalltreppe wurde 2008 zum Weltkulturerbe ernannt





Leider konnten wir auf der Südseite aufgrund des Wetters nicht bis Marokko sehen. Der Wind ließ die Wolken wie Rauchschwaden über die Felskante ziehen.


Die Seilbahn haben wir gemieden, weil der Auf-und Abstieg sehr interessant war








 Invasion der Touristen  ins britische Gibraltar. Da dieser Ort klein ist, aber eine sehr strategische Lage hat, darf natürlich auch nicht der Flughafen nicht fehlen. Selbigen überqueren wir nach Eintritt ins britische Hoheitsgebiet .



 Wir haben wieder ruhigere Strassen zufassen


Eukalyptusbäume auf dem Campingplatz La Casita in San Roque, 18 km vor La Linea, dem spanischen Grenzort zu Gibraltar



Die Verbtabellen kommen zum Einsatz, um unsere Luftmatratzen vor Dornen zu schützen.
(wir müssen uns bei Gelegenheit eine Zeltunterlage kaufen :-))


Schlappe 20 km fehlen noch bis zum Felsen von Gibraltar.
Die schaffen wir heute. Wenn besseres Internet zu finden ist,
melden wir uns wieder ! Die Nacht von Sonntag auf Montag verbrachten wir auf einem Campingplatz, der wenig Komfort (kalte Duschen) aber wunderschöne Natur (Wald) zu bieten hat.



Sonntag, 23.4.2017

Abschied aus Marbella





Samstag, 22. 4. 2017

Der Freitag gehörte Malaga. Hier haben wir die Festung besucht, Herbert das Picassomuseum und das Geburtshaus des berühmten Malers. Gabriele war in der Kathedrale. Es gibt viele Fußgängerzonen und Plätze mit Restaurants und Geschäften und eine interessante Altstadt.
Heute fuhren wir mit den Rädern nach Marbella, wo wir in einem Hostel übernachten. Unser Hauswirt empfängt uns mit der Information, dass die Spanier Angela Merkel lieben. Sie ist stark und arbeitet für den Frieden sagt er, anders sei das mit der neuen Regierung in den USA.

Für die heutige Fahrradtour hatten wir die A-Karte gezogen. Es ging viele Kilometer auf der zweispurigen und stark befahrenen Bundesstraße. Nicht einmal ein Seitenstreifen war für die Radler reserviert. Die Alternative wäre ein Riesenumweg durch die Berge gewesen, darauf haben wir dann auch verzichtet.
 Wir freuen uns, dass wir das überlebt haben. Ein englisches Wohnmobil fuhr wenige Zentimeter an uns vorbei. Offenbar spielen Fahrräder in England keine Rolle.
Die spanischen Autofahrer müssen wir an dieser Stelle aber wirklich loben ! Sie sind sehr geduldig und rücksichtsvoll gegenüber den Radlern.

In Marbella ist viel los. Heute findet ein Fest der Internationalen Folklore statt. Verschiedene Gruppen machen Musik und führen Tänze auf. Wir sehen eine mexikanische und eine chilenische Gruppe. Die Zuschauer begrüßen besonders die Musikanten und Tänzer aus Madrid und Granada. Granada glänzt mit zahlreichen GitarristInnen.









Donnerstag 20.4.2017

Heute sind wir in Malaga eingetroffen.
Gestern haben wir noch mal auf dem Campingplatz in Torre del Mar übernachtet. Dort waren viele deutschsprachige Camper mit riesigen Wohnmobilen und Wohnwagen. Viele sind Rentner und freuen sich über die Wärme in Spanien. Heute sind wir ganz froh ein Appartement zu  bewohnen- mit Küche, Wohn- und Schlafzimmer - und in aufrechtem Stehen kochen zu können.

Wir hatten die letzten Tage schon Wind, aber heute gab es fast schon Sturm mit enormem Seegang. Wir waren ganz froh, den Wind von der Seite und von hinten zu haben. Ein Pärchen mit Fahrrädern und Anhänger kommt uns entgegen und kämpft schwer mit dem Wind. Es ist erstaunlich, obwohl wir nach Westen fahren, haben wir zur Zeit wenig Gegenwind.

Am Abend sind wir durch die Stadt spaziert und zur Festung Gibrafaro gewandert. Leider war kein Eintritt um 19:45 Uhr mehr möglich.
Morgen werden wir noch einen Tag hier bleiben.




Alcazaba von Malaga
Blick vom Castillo de Gibralfaro auf den Hafen Malagas
Dieses Foto mit Gegenlicht zeigt die Kathedrale von Malaga
Malaga führt laut Internet noch Stierkämpfe aus


Mittwoch 19. 4. 2017

Gestern haben wir Almunecar  besucht. Herbert mit dem E-Rad, Gabriele zu Fuß. Es sind schon jedesmal 7 km mit einigen steilen Anstiegen.
Diese Stadt hat eine lange Geschichte und ist sehr vom Tourismus geprägt.
Semana Santa findet hier natürlich auch statt.
Es gibt eine gut erhaltene Altstadt mit sehr schmalen Gassen. Reste einer alten Salzfischfabrik, die im Jahr 400 v. Chr. erbaut wurde, sind zu sehen. Besonders interessant ist die Festung. Sie wurde vor einigen Jahren restauriert und erzählt mit Videos und kleinen Museen auf moderne Weise von der Geschichte.
Auf alle Fälle blickt die Stadt auf langjährige Besiedlung zurück, schon die Phönizier wohnten hier. Damals hieß die Stadt Sexi. Später kamen die Römer, danach die Araber, Ende des 15. Jahrhunderts eroberten die Spanier das Land.
Die Festung blieb lange unbeachtet und wurde zeitweise auch als Friedhof benutzt.

Heute haben wir die Stadt nochmals mit den Fahrrädern aufgesucht. Wir gingen gleich ins Bürgermeisteramt. Die Bürgermeisterin ist gerade in Urlaub. Wir warten ja auf einige Post aus FFB, die wir dorthin schicken ließen. Es ist noch nichts da. Also zurück zum Campingplatz. Kaum sind wir dort angelangt kommt das Telefonat vom Sekretariat, dass nun die Sachen da sind. Nun können wir den Bürgermeister in unserem Ort mitwählen und auch die Zähne wieder mit der elektrischen Zahnbürste putzen. Die  Zahnpflege ist in unserem Alter ja elementar. :-)

Später radeln wir weiter in Richtung Malaga.

Der Beweis ! Am Strand von Herradura startet Gabriele zu einer 10 minütigen Schwimmrunde ! 
(Wassertemperatur ca 17 Grad)
Rathaus von Almuñecar
Touristeninformation von Almuñecar

Castillo von Almuñecar
Blick auf Almuñecar (Foto oben und unten)

Unser Büro (Zeltplatz Huerradura)
Frühstück auf dem Zeltplatz


Ostermontag, 17. 4. 2017

Wie gesagt, sollte heute Alhambratag sein.Der Handywecker  weckt um 5:00 Uhr morgens mit Entenquaken. Um 6:00 Uhr verlassen wir das Hostel und marschieren in Richtung Alhambra. Die Stadt ist ganz ruhig. Es ist noch alles dunkel. Beim Anstieg treffen wir auf zwei junge Japaner. Kurz darauf überholen uns mit schnellen Schritten drei Deutsche- alle mit dem Ziel noch Tickets zu bekommen. Um 6:30 treffen wir vor dem Eingang ein. Oh Wunder: zwei lange Menschenschlangen stehen schon vor den Ticketautomaten und vor den Kassen. Alles ist gut geordnet und mit Absperrbänden versehen. Vor uns stehen gut 150 Leute. Die beiden Japaner haben uns mit letzter Kraft am Berg noch überholt. Es wird auf alle Fälle knapp werden. Es gibt heißen Kaffee und Kakao an einem Kiosk für die Wartenden.
Um 8:00 Uhr werden die Ticketschalter geöffnet. um 8:10 Uhr sind schon alle Karten für die gesamte Alhambra verkauft. Es gibt nun noch 205 Karten für Teilbereiche. Die sind 20 Minuten später weg.Wir treten den Rückweg an.Es wird berichtet, dass die ersten Ticketanwärter schon um Mitternacht vor Ort gewesen seien. Die haben es dann auch wirklich verdient finden wir. Wir gehen zur Post und versenden ein paar Ansichtskarten mit einer tollen Ansicht von der Alhambra 








Aufwärmfrühstück mit chocolate con churros


 Ostersonntag, 16. April 

Wir wünschen erst mal allen frohe Ostern und ein schönes Auferstehungsfest, das Neues zum Leben erweckt.
Wir sind nun in Granada, wo wir drei Tage verbringen wollen. Das Zelt steht mit den Rädern und Packtaschen inzwischen auf dem Campingplatz an der Küste. Wir sind mit dem Bus angereist.
Heute war in Granada wieder - wie schon gestern mit Fernsehübertragung- eine große Prozession mitten durch die Stadt. Wir waren auf dem Weg zur Alhambra, die heute auf unserem Besichtigungsprogramm stand.
Mit diesen Prozessionen wird wirklich Auferstehung gefeiert. Die Musikkapellen, die den Zug mit lauter Blasmusik begleiten. Der langsame Zug, der immer wieder stehen bleibt, um den Trägern der "Paso" eine Pause zu geben. Das ist etwas ganz Besonderes.
Wir hatten heute die Gelegenheit einen Träger zu interviewen. Er heißt Christian und studiert Deutsch in Saarbrücken. Wer als Träger mitmachen will, muss einen Jahresbeitrag von 30,00 € bezahlen.(das ist also ähnlich wie beim Triathlon, da zahlt man auch, damit man sich plagen kann) Es wird auch viel trainiert, damit alles gut klappt z. B. das Abbiegen in eine andere Straße oder das Hin-und Her-Schaukeln. Christian hat uns seinen Plan gezeigt. Er hatte 5 Einsätze. Mehr schafft man nicht hintereinander. Jede Tragesequenz dauert etwa 3 bis 5 Minuten.

 






Christian, der Träger mit Wulst im Nacken (Auflagefläche für Querbalken des Pasos)





Etwa um 14:00 Uhr machten wir uns dann auf zur Alhambra. Sie liegt etwas oberhalb der Stadt. Als wir endlich oben sind, eröffnet uns die Security, dass es keine Karten mehr gibt. Sie geben 1000 Karten am Tag aus. Dann ist Schluss. Viele bestellen sie wohl über das Internet.
Nun sind wir erst mal down. Das hätten wir uns nun wirklich gern angeschaut.
Wir ziehen Erkundigungen ein und erhalten die Information: Die meisten Karten sind schon reserviert . Es gibt nur eine Möglichkeit: in aller Früh auf den Berg rauf und dann 2 Stunden vor Kassenöffnung-also um 6:00 Uhr- Schlange stehen. Vielleicht hat man dann Glück. Wir wollen das morgen versuchen.
Der Tag war dann nicht ganz verloren. Wir besichtigten noch die Palacio de Madraza und die Kathedrale mit Führung.

Santa Maria de la Alhambra

Blick auf die Alcazaba


Palacio de la Madraza


Karsamstag 15. April

Heute haben wir wieder auf dem Campingplatz übernachtet. Er ist 5 km hinter Almunecar. Der Platz ist direkt am Meer. Er hat nur einen Stern, aber es ist alles da.
Am Donnerstag sind wir nach Castello de Banos gefahren und haben dort auch wieder einen schönen Campingplatz direkt am Meer gefunden. Leider war dort kein gutes Internet, daher schreiben wir heute weiter.
Wir sind wieder durch Gewächshäuser gekommen und konnten dort einen Bauern antreffen und interviewen. Die Gewächshäuser sind nicht mit Glas sondern mit großen Plastikplanen bedeckt. Der Bauer pflanzt Paprika an. Sie sind grün und verfärben sich später gelb und orange. Für die Bewässerung hat er ein kleines Wasserreservoir von wo alle 2-3 Tage Wasser in die Bewässerungsschläuche und von dort auf die Pflanzen gepumpt wird.
Er war selbst schon als Tourist in Deutschland. Am besten hat ihm die Stadt Fulda gefallen.
Von Ferne sieht man die schneebedeckten 3000er Berge der Sierra Nevada. Er sagt, das sei das Wasserreservoir für die gesamte iberische Halbinsel.
Unsere vollen Gepäcktaschen bekamen dann noch eine gewichtige Ladung von reifen frisch geernteten Paprikas geschenkt.
Die Radtour verlief weitestgehend über die Bundesstraße, wo es fast keinen Verkehr gab, sozusagen sehr komfortable Radwege. Alle entgegenkommenden Rennradfahrer grüßen sehr freundlich.
Gestern haben wir - ebenfalls über die Bundesstraße - Almunecar (unsere Partnerstadt) erreicht. Die Radfahrt bot wieder schönste Ausblicke auf die Steilküste und entsprechende Bergfahrten mit den Rädern. Die Bundesstraße verläuft aber nie besonders steil, daher ist alles gut zu bewältigen.

Wer ist schneller - das Auto oder Gabriele?
Blick auf Almuñecar
Frühstück auf dem Campingplatz bei Almuñecar (Herradura)

Ein Kreisverkehr mit schönen Kakteen
Campingplatz in Balerma (nahe der Wohnung von Ibrahim)
Der riesige Bus mit Ratzeburger Kennzeichen tourt 4 Jahre durch Europa
Casa Plastica (Treibhaus) mit Paprika

Telefonkontakt mit der Heimat
endlose Küstenwege - fast ohne Verkehr


Donnerstag, 13. April 

Gestern sind wir nach kurzer Radtour hier in Balerma gelandet.
Nun sind wegen der Osterzeit alle festen Unterkünfte belegt oder so teuer, dass wir gerne unser Zelt auspacken und auf dem Campingplatz Quartier beziehen.
Es ist nun richtig warm. Gabriele nutzt das Schwimmbecken (20 m Länge) und schwimmt hier zum ersten Mal im Meer. Der Wind ist nicht mehr so stark und das Wasser ist zumindest im oberen Teil bestimmt 18 bis 20 Grad warm. (Man darf halt die Beine nicht runterhängen lassen. Gute Wasserlage ist von Vorteil)
Am Mittwochabend haben wir Ibrahim noch einmal getroffen und in seiner Wohnung besucht. Er wohnt in einer Wohngemeinschaft mit drei anderen Senegalesen. Die Miete ist günstig. Das Haus gehört der Bank und es stehen viele Wohnung leer.
Er hat noch alle Papiere aus Deutschland: Das Zertifikat, das ihm Jürgen für den erfolgreichen Besuch seines Sprachkurses ausgestellt hat und den Abschluss seines Deutschkurses in München.
Einer der Bewohner hat ein Auto. Damit holt er Wasser aus einer Quelle in den Bergen. Das Leitungswasser hier in Südspanien kann man wirklich nur zum Duschen benutzen. Wir kaufen es immer im Supermarkt.
In Spanien wird manches sehr viel pragmatischer gehandhabt als in Deutschland. Wenn man drei Jahre lang hier gewohnt hat und bei der Krankenversicherung gemeldet war, kann man einen festen Aufenthaltsstatus bekommen. Die Voraussetzung dafür ist allerdings ein Arbeitsvertrag. Ein Mitbewohner von Ibrahim hat diesen Ausweis schon. Er ist seit 7 Jahren in Spanien.
Wir fragen Ibrahim auch über seine Arbeit. Er hilft bei der Ernte der Gurken. Da wird jeden Tag ein LKW voll mit Kisten geladen. Er kann auch Gurken mit nach Hause nehmen.
Gift spritzen muss er aber auch. Das wird so ca. alle 2 Wochen einmal gemacht, je nachdem wieviele Schädlinge im Gewächshaus zu sehen sind. Er setzt dazu eine Gasmaske auf....

Heute gehts weiter Richtung Almuñecar. Diese Stadt kennt ihr. Wahrscheinlich werden wir dort über Ostern bleiben und einen Abstecher nach Granada machen.

Montag, 10. April

Heute treffen wir Ibrahim Faye.
Ihn kennt Herbert noch aus dem Deutschunterricht, den er für den Asylhelferkreis durchgeführt hat.
Ibrahim stammt aus dem Senegal. Er lebte 1 Jahr lang in Bayern und war Jürgens bester und fleißigster Deutschschüler. Er spricht nun nach 3 Jahren in Spanien immer noch etwas deutsch aber natürlich besser spanisch.
Es freut uns, dass es Ibrahim gut geht. Er arbeitet auf einer Gemüseplantage überwiegend im Gewächshaus. Jetzt hat ist er hauptsächlich mit Paprika und Gurken beschäftigt. Im Sommer kümmert er sich um die Melonen.
Er wohnt in einem Dorf etwa 50 km westlich von Almeria.

Heute besuchen wir mit ihm gemeinsam eine Festung am Stadtrand.



 





Panoramabild (bitte anklicken, dann vergrößert sich das Foto)



Blick aus unserem Hotelfenster



Prozession am "Kar"Montag






Montag, 10. April ( Bericht vom Sonntag)

Gestern war ein langer Tag. Wir waren um 2:00 Uhr morgens im Bett in einem Appartement im Zentrum Almerias.
Um ca. 10:00 Uhr fuhren wir mit den Fahrrädern von Vera los. Herbert hatte die Tour wieder mit seinem Navi geroutet. Wir wußten es ist weit und dass eine Bergkette überwunden werden mußte, deren höchster Punkt 580 Höhenmeter aufweist. Insgesamt rechneten wir mit über 1000 Höhenmetern. Das wäre mit dem Rennrad kein Problem. Mit unseren Gepäcktaschen ist das eine Herausforderung. Hinzu kommt, dass wir zwischen Vera und Almeria keine gute Unterkunft finden konnten und uns also dafür entschieden haben bis Almeria durchzufahren, laut Plan etwa 90 km.
Von Vera über Torre ging es in den Naturpark. Der Navi führte uns auf eine Sandstraße. Das geht nicht. Auf Sandstraßen können wir mit unseren Fahrrädern nicht bergauf bergab fahren. Wir nehmen einen geteerten Weg zu dem Bergdorf Cabrera hinauf, das wir von unten sehen. Ein niederländischer Tourist, den wir nach dem Weg fragten ist der Meinung, es geht dahinter garnicht mehr weiter.
Mit Hilfe der Abbildung auf dem Navi können wir den richtigen Weg bergab nehmen, danach ist es beschildert und wir überwinden einen Berg nach dem anderen bis wir die lange Abfahrt mit Rückenwind hinunter antreten können.
An einer Autobahnraststätte! wurde der Akku für Herberts E-Bike aufgeladen wie auch die verbrauchte Muskelkraft  (3 Gänge Menü).
Nun kam die nächste Hürde. Der Navi führt uns wieder auf Sandstraßen entlang der Autobahn. Wir drehen um und finden mit Hilfe der Karten und hilfsbereiten Anwohnern eine Alternative mit Umweg nach Almeria. Starker Rückenwind ist sehr hilfreich. Um 20:00 Uhr sind wir in der Unterkunft nach 105 km Radstrecke und über 1000 Höhenmetern.
An dieser Stelle möchten wir kurz einige Screenshots von unserem Fahrradnavi einfügen.
Welche Infos bekommen wir? Welche Rückschlüsse kann man daraus ziehen?


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Der Tag war aber noch nicht zu Ende. Wir wollten gerade so richtig relaxen. Da hörten wir von draußen Blasmusik. Da ist was los. Das schauen wir uns an.
Nun kommt ein ganz anderer Marathon, den vor allem auch die Jugend der Stadt mit ausführt !
Es ist in Almeria (und vielen anderen andalusischen Städten) Tradition, dass jedes Jahr in der Karwoche (Semana Santa) ein Standbild von Jesus und ein Standbild von Maria durch die Stadt gebracht wird, begleitet jeweils von einer großen Kapelle mit Posaunen und Trompeten, Klarinetten und Querflöten.
Diese Standbilder werden aber nicht einfach gerollt oder gefahren sondern von jungen starken Männern getragen. 40 Männer teilen sich das Gewicht von jeweils 1000 kg (=1 Wagen). Manche halten den ganzen Weg durch, einige werden unterwegs abgelöst.
Sie gehen immer etwa 50 Meter. Dann setzen sie das Standbild ab. Kinder bringen Wasserflaschen für die Männer, die unter dem Wagen hocken. Dann kommt der wichtige Teil, alle sind still. Einer klopft drei Mal laut an das Tragegestell und ruft: "Sohn, bist du bereit, kannst du deinen Herrn noch weiter tragen ? Gott wird dein Leib geschenkt. Er wird dir die Kraft dafür geben" oder andere motivierende Sätze.
Mit einem Ruck stemmen die 40 Turnschuhleute das schwere Gestell hoch und tragen es weiter.
Unterstützt von lautem Applaus am Straßenrand sind sie stolz, dass sie dabei sein können, begleitet von vielen jungen Zuschauern und Familien. Weihrauch wird geschwenkt und Blütenblätter von den Dächern herabgeworfen. Auch wenn es mit der Palmsonntaggeschichte keine direkte Verbindung hat, ist das eine sehr beeindruckende Aktion. Sie lässt uns den Muskelkater in den Beinen vergessen.
Wir gingen bis zum Schluss mit, wo es auch noch einen kleinen Anstieg eine Drehung des Standbilds und rückwärts hinein durch eine schmale Einfahrt einer Kirche ging, wo es dann endlich abgestellt wurde.
Diese Prozessionen wiederholen sich auch an anderen Tagen in der Karwoche.



Die Berge rücken näher 



An dieser Stelle verweigerten wir dem Navi die Gefolgschaft (Sandweg)




Cabrera, ein kleines Bergdorf, erreichten wir über die Teerstraße


Die Palmsonntagsnacht in Almeria (unter dem Standbild seht ihr die Träger mit den weißen Turnschuhen)


Die Büßer mit ihren spitzen Hüten


Links ist der "Motivator" für die Träger. Oben auf dem Aufbau seht ihr echte lange Kerzen, die während die Prozession immer wieder angezündet werden, wenn sie vom Wind ausgeblasen werden.


Die gesamte Trägermannschaft am Ziel


Samstag 8. April

Heute ist wieder ein Ruhetag. Wir fahren immer 3 Tage hintereinander Rad und legen dann eine Pause ein. Dadurch erhöht sich der Trainingseffekt....
Gestern sind wir von Puerto de Mazarrón nach Vera gefahren. Wir haben nun Andalusien erreicht. Von dieser Stelle herzliche Grüße an alle, die Vera heißen. Auch mit dem Tandem kann man in Spanien schön Rad fahren :-)
Die spanischen Autofahrer sind im Allgemeinen sehr rücksichtsvoll gegenüber Radlern.
Wir hatten einen langen Anstieg mit entsprechender Abfahrt und ansonsten hügeliges Gelände und eine unglaublich schöne Steilküste. Das Radfahren hat uns wieder viel Spaß gemacht. Auch der Wind steht noch immer recht günstig.

Und nun noch die Zahl der Woche: 153 !
Das sind keine Kilometer, nein auch keine Kilogramm sondern die Punkte, die Hannife in ihrer B2-Deutsch-Prüfung erzielt hat (von 200) . Das ist grandios !
Wir gratulieren sehr herzlich.

Panoramaufnahme vom Gipfel des 380m hohen Berges
... die letzten Höhenmeter bis zum Gipfel
Blick vom Gipfel zur Küstenseite
 Stärkung auf dem Gipfel im Windschatten

                                      
  Eis-und Kuchenpause neben dem großblättrigen Feigenbaum (100 Jahre alt) und vor dem Rathaus von Águilas

Steilküste zwischen Águilas und Vera

Wir erhielten eine Anfrage, wie wir unsere Unterkünfte und Strecken planen. In letzter Zeit suchen wir uns nur noch Quartiere, die als Appartement mit Küche ausgeschrieben werden. Wir haben festgestellt, dass man diese Appartements nicht nur monatsweise, sondern auch für nur eine Übernachtung mieten kann. Diese Unterkünfte sind für den gleichen Preis (und günstiger!) wie Hotels zu buchen, haben aber den Vorteil, dass wir eine komplett ausgestattete Wohnung (manchmal mit Terrassen oder Balkone) nutzen können. Heute gibt es sogar ein relativ grosses Swimmingpool (mit Wasser!), den Gabriele soeben ausprobiert hat.
Zusammenfassend kann man sagen:
Zunächst bestimmen wir grob, welche Städte wir uns anschauen möchten auf unserer Tour. Wir routen verschiedene Strecken über unseren Fahrrad-Navi (Komoot App), werten sie vom Höhenprofil, von der Länge und der Bodenbeschaffenheit aus (wir meiden Sandwege) und legen dann das Tagesziel fest ( Stadt, wo Unterkünfte angeboten werden)
Dann sortieren wir über die Apps Booking.com (Hotels, Appartements und Ferienwohnungen) bzw. Airbnb (Privatquartiere - Zimmer und komplette Wohnungen) die Angebote, buchen eine Unterkunft und speisen unseren Navi mit der Adresse.
Das ist es ! Um flexibler zu sein, legen wir uns immer erst am Abend zuvor auf die nächste Etappe und Unterkunft fest ! Nachfolgend einige Fotos unserer Unterkunft in der Nähe von Vera (40 Euro / Nacht)






Donnerstag, 6. April

Heute hatten wir eine kürzere Etappe bis nach Mazarrón Puerto. Hier ist fast kein Tourismus- zumindest im April. Es gibt ganz einsame Strände. Vermutlich hängt es mit der etwas komplizierten und bergigen Anreise zusammen. Der Ort liegt etwas versteckt. Wir hatten auch eine Bergkette zu durchqueren und zum Schluss eine schöne Abfahrt zum Meer - und wieder fast den ganzen Tag Rückenwind.
Um 15: 00 Uhr waren wir im Hotel und hatten danach noch schön Zeit zu Fuß (Gabriele) und mit Fahrrad (Herbert) die Gegend zu erkunden - ohne Gepäck versteht sich. Wir fanden einen Sandweg, der sich durch die Hügel schlängelt und speziell als Radweg ausgewiesen ist. Dieser Weg führte zu einsamen Buchten und wunderschöner Landschaft mit bizarren Felsstrukturen- teilweise aus Sandstein.

Wir haben heute auch einige Fotos mit den verschiedenen Blumen zusammengestellt, die am Wegrand wild wachsen. Sie leuchten gelb, rot, weiß, violett und blau.



Blumenmeer am Wegrand


Ein Mann/ eine Frau mit Brille - mein letzter Wille




Hier gehts wieder bergab




Angler am Ufer von Puerto de Mazarrón



Sandsteinformation bei Mazarron. Der kleine rote Punkt ist Gabriele. Daran erkennt man das Größenverhältnis.


Rad- und Fußweg am Hochufer


... und zur Feier des Tages nochmals ein Blumenstrauß


Dienstag 4. April und Mittwoch 5. April

Am Dienstag war wieder ein Ruhetag. Der/die gute Triathlet/in  legt nach 3 Tagen Training bzw. Radfahren und Laufen zwecks besserem Trainingseffekt einen Ruhetag ein.
Herbert und Gabriele spazieren also auf der Touristenpromenade entlang. Sie ist schon ganz gut bevölkert von Engländern und Niederländern. Das Badezeug ist eingepackt, denn der/die brave Triathletin geht am Ruhetag zum Schwimmen. Vielleicht ergibt sich ja eine Gelegenheit, vielleicht ist das Meer auch gerade mal nicht so stürmisch oder auch nicht so kalt.
Beim Touristenbüro kann man ja auch mal nach einem Schwimmbad fragen (das Meer ist mit 17 Grad doch noch etwas kühl).
Tatsächlich, es gibt in Torreviaja ein Piscine Municipal. Es ist zwar etwas abgelegen, aber was solls. So trennen sich die Wege von Herbert und Gabriele. Herbert sucht den Peluquero auf (Friseur), um die Haare um einen Zentimeter zu kürzen. Gabriele macht sich auf den Fußmarsch in das Gewerbe- und Sportgebiet zum Hallenbad.
Nach einigen Kilometern und mehreren Fragen an Passanten steht sie vor dem Gebäude. Sie fragt den  Angestellten nach dem Piscina. Er antwortet nicht sondern schwenkt seinen Arm nach rechts. Dort sieht Gabriele das Schwimmbecken. Allerdings ist kein Wasser drin. "No Aqua ?" fragt sie in fließenden Spanisch. Der Angestellte schüttelt den Kopf.
Das wars dann mit dem Schwimmen. Der Rückweg wird schnell an Hand des Stadtplans vom Touristenbüro bewältigt. Zum Meer gehts ja bergab.
Au, wo war jetzt nochmal das Appartement ? Wie hieß denn die Straße ? Handy habe ich auch nicht dabei....Die Straße ging doch hinter der Pizzeria rein und an der Ecke war doch der kleine Supermarkt.... Nach längerem Suchen entschließt sich Gabriele eine Passantin zu fragen und Herbert anzurufen. Die Passantin wird sich wohl etwas über ihre Telefonrechnung wundern, das Telefonat ging ja über Deutschland. Den Ruhetag haben wir damit auch hinter uns gebracht.

Endlich gehts dann am Mittwoch wieder mit dem Fahrrad weiter und... diesmal haben wir zum ersten Mal Rückenwind. Da gehts richtig ab! Wir sind schon nach 4 Stunden Fahrt inc. einer Mittagspause in Los Alcazares  in Cartagena angekommen.

 Esspause in Alcazares

 Panoramafoto Strandpromenade


In Alcazares wurden wir von ohrenbetäubendem Lärm überrascht. Dort ist Militärgebiet (Luftwaffenstützpunkt), so was wie ein Fliegerhorst und dort mit richtigem Flugbetrieb. Man meint die Welt geht unter. Die Piloten üben Formationsflug und zischen mit ihren Tornados über die Köpfe der Touristen. Man wundert sich, dass da überhaupt noch Touristen sind.




Strand von Torreviaja


Kathedrale von Torreviaja


überall gibt es blühende Wiesen - im Hintertgrund typische Wohnhäuser 
(z.T. von Touristen)


links und rechts Anbaugebiete für Salate und Kartoffeln



Sonntag + Montag, den 2. +3. April


Von Benidorm ging es weiter nach Alicante. Auch diese Strecke ist recht hügelig obwohl wir einige Kilometer auf der Bundesstraße zurücklegen mussten.
Alicante hat eine Festung hoch auf dem Felsen direkt am Meer. Hier hatten die Spanier gute Übersicht über das Meer bzw. evt. Feinde, die mit Schiffen anrückten. Es gibt einen sehr schönen Aufstieg durch den Park. Innerhalb der Festung sind Hunde verboten. Daher trauen sich die Seemöven in aller Ruhe ihre Nester zu bauen und die Eier auszubrüten. Vor den vielen vorbeispazierenden Menschen haben sie keine Angst.
Am Sonntag war Erstkommunion. Deshalb gingen einige Familien mit ihren hübsch gekleideten kleinen Töchtern dort spazieren und machten schöne Fotos. Auch ein Paar in traditionellem Kostüm postierte sich auf der Mauer. 

Am Montag schickte uns der Navi über Elch (im Landesinneren), man kann auch Elx auf valenzianisch schreiben, nach Torreviaja. Elchen sind wir dort nicht begegnet, da wir den Radweg entlang der Umgehungsstraße nutzten. Wahrscheinlich befinden sie sich in der Innenstadt, wenn sie nicht doch lieber in Schweden herumspazieren.
Wir hatten tolle Radwege z. B. auch in Alicante und Benidorm mitten durch die Stadt, sie sind wie Radautobahnen,
Der Radweg führt mitten auf der Straße, so dass die Autos hinter den Fahrrädern herzuckeln müssen. Durch Alicante konnten wir diese Fahrradstraßen sehr gut nutzen. 
Ihr seht Spanien ist ein absolutes Radfahrerland für Rennradfahrer wie für Radreisende.



Abschied aus Benidorm


... auch in Benidorm gab es Radwege mitten auf der Straße



Spaziergang durch die Altstadt von Alicante zur Festung Santa Barbara




Im Hafen ist das Kreuzfahrtschiff "Costa Fascinosa" zu sehen







Weg von der Festung runter in die Altstadt


Rathaus von Alicante


Nachbau eines alten spanischen Schiffes "Santisima Trinidad" im Hafen von Alicante 
(heute Restaurant)


Blick auf die Festung "Castillo Santa Barbara"


Es gibt in Spanien tausende neu angelegte Kreisverkehrsinseln. Viele werden mit Blumen geschmückt.



Samstag, 1. April 2017

Heute war die Bergwertung. Gabriele hat alles geschafft mitsamt Bioolivenöl usw. ihr wisst schon. Neu ins Sortiment kamen Zuckererbsen vom Wochenmarkt und Orangen. Sie fielen allerdings sozusagen nicht stark ins Gewicht.
Wir sind nun in Benidorm angekommen. Das ist Ballermann pur. Himmelhohe Appartementhäuser und schon am Nachmittag volle Kneipen. Unser Hotel liegt aber in einer ruhigen Ecke.
Wir haben heute wirklich fast durchgehend Postkartenlandschaft erlebt. Traumhafte Ausblicke auf das Meer und die umgebenden Berge und Felsen.
Der Frühling ist hier angebrochen. An allen Ecken blüht und rankt es. Die ganze Landschaft freut sich mit uns.
Branko bat mich (Herbert), etwas über die Technik zu schreiben. Aber was soll ich schreiben?
Die Räder laufen gut. Gabriele kann und muß ordentlich in die Pedale treten und ist total happy mit ihrem Drahtesel. Je steiler es hinaufgeht, umso wunderbarer findet sie den Urlaub und den Trainingseffekt. Ich darf mich hingegen ausruhen auf meinem E-Bike und die Landschaft bewundern.
Genauso habe ich mir den Urlaub vorgestellt :-))
Mit unseren 28 Zoll Tourenrädern haben wir dank Fa. Fischbeck keine Probleme. Die Kupplung des E-Bikes rastet manchmal nicht ein, aber dafür gibt es einen "Workaround". Mit der linken Ferse trete ich 1-3 mal pro Tag mit Schmackes gegen die Tretkurbelachse (oder wie das Ding heißt) und schwupp di wupp habe ich wieder Antrieb ! Das einzige Dilemma, was ich auch schon vorhersah, ist  der Ab-und Aufstieg aufs Herrenrad und der damit verbundene doppelte Rittberger mit anschließender Pirouette. Mit 20 kg Gepäck finde ich die Dreieck-Rohrrahmen-Konstruktion (wie es offiziell heißt) eine Herausforderung. Martin Fischbeck hatte jedoch erwähnt, dass ein E-Bike mit Nummernschild wegen der möglichen höheren Geschwindigkeit diese Stabilität benötigt.
Hoffentlich zerlegt es mich nicht irgendwann beim Absteigen.....
Die andere Technik, z.B. Internet &Co, funktioniert super. Wir suchen uns Hotels, Appartements oder Privatquartiere mit kostenlosem WLAN. Vom Gastgeber oder an der Rezeption erhalten wir dann das Kennwort. Damit können wir unseren Laptop bzw. Smartphones "füttern".
Das wars !!


... zig Briefkästen für Bergbewohner neben der Straße


Bergblick auf Altea


 Blick auf Calp


Calp


Altea


Orthodoxe Kirche "Rusa San Miguel Arcangel" bei Altea



Mittagessen um 16 Uhr (Brot und Käse) am Strand von Altea



Benidorm mit zig Höchhäusern empfängt uns

Freitag, den 31. März 2017
Im Dachgeschoss des alten Hauses von Lynda bietet Sie Privatgästen ein Zimmer an mit eigenem Bad und Küchenbenutzung. Alles ist sehr liebevoll und schön renoviert und eingerichtet. Lyndas Mann ist Journalist von Beruf und daher viel unterwegs und hält sich zur Zeit in London auf.
Er ist auch den Barcelona-Marathon mitgelaufen. Gabriele konnte ihn dort allerdings nicht treffen, da er über eine halbe Stunde früher im Ziel war (sonst hätte ich ihm ja da schon sagen können, dass ich drei Wochen später bei seiner Frau übernachten würde ).
Lyndas Sohn ist Musiker und lebt in Barcelona. Er spielt mehrere Instrumente, besonders gern Gitarre. Er hat sich spezialisiert auf Folkmusik.
Wir legen heute einen Ruhetag ein und gehen nochmals durch die schöne Altstadt von Xabia, die direkt am Meer umgeben von hohen Bergen und Felsufer liegt.
(der Proviant wird mit Bioolivenöl, Biokarotten, Thunfisch, Biomarmelade, Biojoghurt u. ä. ergänzt. Wir müssen daher heute viel essen, damit die Packtaschen nicht zu voll werden.)



Lyndas Haus (links, neben meinem Rad)


Gruppenbild mit 2 Damen


Der Dorfplatz mit Kirche


... durch diese schmale Gasse gehts zu Lyndas Haus


Dorfplatz von der südlichen Seite


Blick auf Xabia von der Bergkirche "Ermita del Cristo del Calvario"


Zoom auf die Altstadt Xábia


Ermita del Cristo del Calvario


Donnerstag, den 30. März 2017
Die letzte Übernachtung haben wir bei José in Gandia verbracht. José ist Lehrer an der Grundschule am Ort. Er liebt das Meer. Von seiner Wohnung im 9. Stock aus hat man eine schöne Aussicht auf das Meer. Im Sommer schwimmt er dort jeden Morgen.
Die Kinder haben in Spanien sehr lange Schule, auch schon in der Grundschule. Sie bleiben bis um 17:00 Uhr dort. Er sagt, schwierige Fächer wie Spanisch und Mathematik macht er vormittags. Nachmittags gibt es Naturkunde mit kleinen Filmen. Ab 16:00 Uhr geht garnichts mehr. Da kann man eigentlich nur noch Musik laufen lassen und tanzen. Den Jakobsweg hat er schon zwei Mal gemacht. Davon hat er sehr geschwärmt.

Heute übernachten wir bei Lynda in Xábia. Sie ist Engländerin und hat ein altes Haus (250Jahre alt) gemeinsam mit ihrem Mann von Grund auf renoviert. Sehr schön.

Noch ein Lob auf unseren Fahrradnavi (Komoot App auf meinem Smartphone). Er führt uns auf Fahrradwege, die wir alleine nie finden würden, Heute gabs auch ein paar Höhenmeter zu überwinden, Das ist ja mit über 20 kg Gepäck auch nicht immer ganz so einfach ( mit Biobrokkoli, Orangen, Biokiwis, Bioleinöl, Biozitronen-gibts nur im Netz, Wasser usw.) . Die Anstiege waren aber nicht steil und die Straße sehr gut mit wenig Verkehr



Start in Strandort "Grau i Platja bei Gandia"



Blick auf die Stadt Oliva



Autobahn "nur für Fahrräder" - Teilstrecke der Ruta 5 der "grünen Wege" (ehemalige Bahntrasse)
Für uns ein Genuß, ohne LKWs und PKWs durch die Landschaft zu radeln.



Viele Rennradler sind unterwegs und nutzen diese ideale Radstrecke für ihr Training




Mittwoch, 29. März 2017

Auf Anregung eines Tauchers auf den Philippinen (Sohn Timmy) setzen wir nun die neuesten Erlebnisse nach vorne.
Herbert ist wieder auf dem Damm. Wir haben Valencia heute verlassen und sind nach Gandia geradelt. Die Strecke war brettleben. Nachmittags kommt meistens ein ziemlich starker Wind auf. Da wir nach Südwesten fahren, kommt er überwiegend von vorne.
Weite Teile führten durch das Naturschutzgebiet Albufera.
Viele Rennradfahrer begegnen oder überholen uns.
Die Spanier sind sportlich. Es gibt auch oft kleine Trimmdichanlagen in den Parks, auf denen die Leute an Geräten trainieren können,

Wir übernachten heute in einer Privatwohnung mit airbnb, sehr netter Kontakt.




Schöne Radwege



Pause am Ufer



Hier wird die Dünenlandschaft renaturiert





Schwertlilien am Straßenrand im Feuchtgebiet.



Radweg durch das Naturschutzgebiet Abufera


In Valencia haben wir noch zwei gemütliche Tage verbracht. Gabriele hat eine Pilatesstunde auf spanisch mit Terraband im Fitnessstudio absolviert. Ein langer Lauf auf der Uferpromenade zum Grüngürtel von Valencia war auch noch möglich. Herbert hat einen langen Spaziergang am Meer unternommen


In einem der vielen Appartements haben wir übernachtet



Appartements, die nicht verkauft wurden, werden tageweise als Quartier für Touristen angeboten



Der Balkon lädt zum Frühstücken ein !


 Ein Fischer fischt frische Fische


Ein Hund wird mit seinem Herrchen an Land gespült. Die Beiden waren eine Stunde im Kajak unterwegs (vom Hafen Valencias zum Strand im Norden)

Montag 27. März in Valencia

Herbert ist noch immer nicht ganz o.k.
Wir ziehen daher um in ein Appartement mit Küche und Balkon und Swimmingpool ans Meer immer noch in der Gegend von Valencia. Vielleicht hilft die Salzluft.

Freitag, Samstag, Sonntag 24. - 26. März in Valencia

Freitag Zugfahrt nach Valencia mit dem kranken Herbert
Unterkunft in einem netten Hotel, eher Jugendherberge, nahe des Parks Turia






Königliche Brücke ohne Fluß




Die grüne Lunge von Valencia (siehe Fotos oben) :
Die Parkanlage Jardines del Turia ist der ideale Ort für Jogger, Fahrradfahrer, Familien und Naturfreunde. Gekrönt von 18 Brücken, jahrhundertealte Spuren der Geschichte, grenzt das ehemalige Flussbett an beiden Ufern an einige der wichtigsten Museen und Monumente der Stadt. Dieser riesige Garten erhebt sich auf dem ehemaligen Flussbett des Turia, welcher umgeleitet wurde, um die kontinuierlichen Überschwemmungen der Stadt zu vermeiden.


                                               Museum der schönen Künste Sant Pius V


Kirche und Palast des Templerordens



Kathedrale Valencia




Plaza de la Virgen


Plaza de la Virgen mit "Basilika der Jungfrau der Schutzlosen"


                                                 
                                                Hauptpostgebäude (Correos y Telegrafos)


                                                              Rathaus von Valencia


       Diese prachtvollen z.T Jugendstil-Gebäude erinnern mich an Buenos Aires und Montevideo



Stierkampfarena


Diesen wuchtigen Baum nennt man "Großblättrigen Feigenbaum" 
Ursprungsland: Australien



Mittwoch, Donnerstag, den 22. + 23. März in Benicarló

Herbert liegt flach mit einer fiebrigen Bronchitis
Gabriele wandert zum Nachbarort Peniscola und schaut sich die Altstadt an, die von einer Festung umgeben ist.

Dienstag, den 21. März

Wir befinden uns in Benicarló. Heute ist ein Pausetag.
Gestern haben wir zu viel Sonne erwischt.
Unser Fahrradnavi hat uns weit ab von der Küste geführt in ein Hochplateau, dass sich zwischen zwei Gebirgszügen parallel zur Küste befindet. Der Weg verlief weitestgehend durch Einsamkeit, Mandarinen- und Orangenplantagen, auch ein paar Olivenwälder. Die Piste wurde immer schmaler und zuletzt unbefestigt mit groben Steinen. Das haben wir einige Kilometer durchgehalten und sind dann (mit Umweg) auf die Teerstraße ausgewichen und nach unserer (Papier!) Karte gefahren. Hier konnten wir breite Straßen mit wenig Verkehr nutzen. Abends sind wir wieder an der Küste gelandet, wo es genügend Übernachtungsmöglichkeiten gibt.
Falls sich jemand wundert, warum wir immer wieder die Küste verlassen müssen:
Das Gebirge dehnt sich ab und zu bis zum Meer aus und ist unpassierbar.


Hier ist mal eine flache Strecke zu befahren. Man sieht, es ist wenig Verkehr, wenn man nicht direkt parallel zur Küste unterwegs ist


Mittagspause mit Käse und Tomaten


 Wir überqueren einen Flusslauf mit ausgewaschenem Flussbett


Sonntag, den 19. März 2017

Wir radeln ohne Gepäck durch das Ebrodelta. Hier bauen die Spanier wegen des Wasserreichtums Reis an. Weite Teile sind dem Naturschutz gewidmet und daher sehr reich an Pflanzen und Vögeln verschiedenster Art. Wir können aus der Ferne sogar Flamingos entdecken, außerdem viele Wasservögel, Reiher und auch einen Storch, der durch die Wiese stakt.
Nachts ist es noch immer etwas kalt. Im Meer zu schwimmen haben wir uns wegen der Wassertemperatur noch nicht getraut.


Ebromündung mit Blick in Richtung Deltebre



Ebromündung mit Blick zum Meer



Ausblick auf die Vogelwelt im Bioreservat des Ebrodeltas





Leider können wir diesen Langhalsschnäbler nicht ornithologisch korrekt bezeichnen. Herbert hat das Vogelkundebuch wegen Gewichtsüberschreitung zu Hause gelassen.
Auf spanisch vielleicht: Schnabolo ?


.... diesen Vogel kennen wir, die anderen können wir nicht alle namentlich bezeichnen



...  und das sind die Flamingos, die jeder im Ebrodelta gerne zu Gesicht bekommen möchte.
Sie haben ihre Stellung weit ab von den Menschen, Der Zoom holt sie etwas heran.








Samstag, den 18. März 2017

Wir brechen früh auf in Richtung Ebrodelta.
Der Weg führt uns über die Bundesstraße, die aber einen Seitenstreifen für Radler hat und nicht sehr befahren ist. Weitere 50 km führen entlang neben der Autobahn auf einer sehr welligen schmalen Straße, d. h. mit Schwung den Hügel runter und auf der anderen Seite den Schwung möglichst weit den Hügel rauf mitnehmen.
Um 17:30 Uhr sind wir auf dem Campingplatz Apollo Platja,  der auch einen Bungalow für uns hat. Wir entschließen uns, 2 Nächte zu bleiben.

14.- 17. März 2017  Fahrradtour Barcelona nach Tarragona

Am Dienstag ging also die Radreise los.


Voller Enthusiasmus und mit enormem Gepäck starteten wir in Richtung Tarragona. Der Navi führte uns durch die Stadt Barcelona bis nach Castelldefels. Wunderschöne Wege, teilweise am Meer.

                                      

Nun sehen wir, dass sich ein Steilufer auftut. Einen Uferweg unten entlang gibt es nicht. Man sieht von Weitem schon die viel befahrene Küstenstraße, die sich auf die Felsen hinauf schlängelt, inclusive einem LKW nach dem anderen. Gabriele streikt: "Da fahre ich nicht rauf. Das ist ja lebensgefährlich". Herbert schlägt den Zug als Alternative vor. Wir einigen uns darauf abseits der Uferstraße ins Landesinnere zu fahren. Da wird es ja wohl auch einen Weg geben.


Gesagt getan finden wir tatsächlich eine kleine Straße die nach Nordwesten ins Naturschutzgebiet Garraf führt. Na das lohnt sich sicher. 



Das Sträßchen erweist sich als steiler Pass, Gabriele hat noch den Marathon in den Beinen. 


So wird die Auffahrt überwiegend mit Schieben des Fahrrades bewältigt. 


Der Ausblick aufs Meer ist super. 

Als es schon langsam dämmert erreichen wir den Gipfel (400m) und den ersten Ort auf dem Berg.
Herbert hat nun allerdings einen Platten im Hinterrad zu beklagen. Das muss erst mal geflickt werden.

Gabriele versucht inzwischen eine Übernachtung zu finden. Das nahe Buddhistenkloster kann zwar den Wasserbehälter auffüllen, aber kein Bett bieten. Mittlerweile ist auch ein starker Westwind aufgezogen.
Nun wird's dunkel. Kurz wird über Zelten nachgedacht.
Herbert schlägt den Rückzug vor. Mit dem guten Licht des E-bikes kann die Abfahrt in kurzer Zeit bewältigt werden. Auch ein Hotel findet sich, als wir wieder unten sind. Um 21:30 Uhr sind wir froh, eine warme Unterkunft in Castelldefels, wo wir vor 6 Stunden schon mal waren, zu haben.
Am ersten Tag haben wir viele Lernerfahrungen gemacht.

Der Mittwoch führt uns zum Bahnhof und wir beenden die Bergetappe per "Tren" nach Sitges (15km).
Von dort gings dann weiter auf der Uferpromenade und durch malerische Dörfer und Wälder nach Torredembarra. Da kamen wir wieder schon fast im Dunkeln zu einem Hostel, wo wir die Nacht verbrachten.

Am dritten Radltag, Donnerstag den 16. März,  fuhren wir mal etwas früher los und konnten schöne Radwege durch Olivenplantagen und Wälder nutzen und die Etappe nach 20 km in Tarragona beenden, mittags im Hotel einchecken und durch die 2000 Jahre alte Römerstadt, die auch Kirchen aus dem Mittelalter hat, bewundern. Für Freitag ist ein Ruhetag vorgesehen- zumindest was das Radfahren betrifft.

Römisches Amphitheater

                                                        

Dieses Monument erinnert an einen Wettbewerb in Tarragona mit menschlichen Körpern einen Turm zu bilden- mit Pas de deux (2 Fotografen waren hier am Werk )

                                                        Das Rathaus von Tarragona


.                                                       Die Kathedrale Santa Tecla

13. März 2017   Die Radtour beginnt

Seit fast einer Woche sind wir in Barcelona. Es ist hier um 10 Grad wärmer als in Bayern. Die Stadt ist wunderschön. Wir haben Las Ramblas besucht und den Montjuic bewandert (kleiner Berg am Hafen mit einer Festung und schönen Parks).



Die Fahrräder sind gut angekommen. Die Spedition war etwas schwer zu finden, weil sie im Industriepark nahe des Flughafens liegt.


Gestern war Marathontag. Der Lauf führte kreuz und quer durch die ganze Stadt, vorbei am Fußballstadion, an der Sagrada Familia, zum Meer durch den Triumphbogen zurück in die Stadt zum Start-Zielpunkt am Plaza España. Die letzten Kilometer waren zäh. Wahrscheinlich habe ich nicht ausreichend trainiert. Die Endzeit 4:07:44, meine langsamste Marathonzeit bisher. Aber immerhin bin ich gut angekommen bei meinem 46. Marathon. Im Ziel gabs eine schöne Medaille als Belohnung.










Wir haben heute Abschied von Barcelona genommen, waren kurz am Olympiahafen und sind von dort an den Strand gegangen.


Ein Power Napping hat neue Energie gebracht....


... für das Kräftemessen in Klimmzügen mit den athletischen Spaniern !


Am Triumphbogen haben wir Roberto getroffen (Freund und Ex-Arbeitskollege von Herbert)
Zusammen sind wir durch den hübschen Parc de la Ciutadella gegangen.





11 Kommentare:

  1. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  2. Moin moin,das sind ja super erste Bilder, tolles Wetter scheint Ihr zu haben,das Schiffahrtsmuseum in Barcelona ist auch ganz toll, war ich vor zig Jahren mal.Na dann mal viel viel Spass bei Eurerm Abenteuer.Moegen die Raeder durchhalten.

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  3. Hallo! Ein sehr schönes blog! Wir hatten Sie gestern in das zug nach Valencia getreft. Wir hoffen das Sie ein gutes abenteuer haben soll! Wir sind in El Saler, süd von Valencia ein sehr schönes Platz am Meer und See. Wir finden Sie 'stoer' und 'champions'. Wir hoffen das wir später auch die Welt umrädlen genau wie Sie! Tschüss und 'groetjes' Roy und Esmay

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  4. Ihr seid ja super unterwegs. Es ist doch gut, dass ihr einen Fahrrad-Mechaniker-Specialist dabei habt. Der ist zum Schlauchflicken immer brauchbar. Aber, da ihr hauptsächlich schieben müsst, kann ja nicht viel zu reparieren sein.
    Alles Gute und GUTE FAHRT von Horst Kr.

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  5. Gute Besserung,und werde schnell wieder fit.Weiterhin noch viel Spass, und jetzt erst mal nen Paeuschen....Tolle Bilder, schoene Eindruecke , Euer Blog war echt eine tolle Idee.

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  6. Servus Herbert, jetzt habe ich mir den Blog auch mal angeschaut. Super. Wir wünschen euch noch gute, gegenwindfreie Weiterfahrt! Georg S.

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  7. Einfach toll eure Berichterstattung.Und nun wünschen wir euch auch viel Erfolg für das, was ihr "zu Hause" zu erledigen habt.

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  8. Die Stationen am Camino di Santiago kennen wir auch noch ganz gut. 1999 sind wir dort mal gewesen. Nicht alles, aber viele Kilometer zu Fuß.

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  9. Ausgezeichnet eure Berichte. Da bekommt man ja nur noch fernweh. Mit dem Radl könnte ich zwar nicht mithalten, aber wenn ich die Fotos sehe mit dem Meer und den strahlend blauen Himmel, da möchte ich mich hin-beamen können wie der Captain Kirk. Heute ist es bei uns auch 33 grad und da hat man beim Lesen eures Berichtes auch gleich das Original-feeling (ok, wir sitzen dabei bequem am Tisch). Wir wünschen euch eine gute Weiterreise und uns noch viele solcher profimäßiger Reisebreichte.

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  10. Dann wünsche ich mal noch gutes Durchhalten und gesundheitliche Verbesserung für die letzte Etappe, sodass es bald "willkommen zu Hause" heißt.

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  11. Willkommen zu Hause nach 6270 Kilometern auf den Drahteseln und vielen Dank für den enorm interessanten Reisebericht.

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